Editorial

Wie eine Ölkrise die Verkehrswende fördern könnte

Steigende Energiepreise bedrohen viele Haushalte. Doch eine neue Ölkrise könnte auch den Druck erzeugen, den Politik oft braucht, um die Energie- und Verkehrswende endlich zu beschleunigen.

Radfahrer und Autos teilen sich eine Straße, veranschaulicht Herausforderungen der Mobilitätswende im Straßenverkehr

Meistens müssen sich Radfahrer die Straße mit Autofahrern teilen – Mobilitätswende sieht anders aus Foto: Editpress/Alain Rischard

Es sind 50 Grad im Lkw. Nasse Flecken bilden sich auf weißen Hemden, Lokalpolitiker kämpfen sich schwerfällig durch einfache Aufgaben. Sie befinden sich im Container des Projekts „Climate Sense“, das die Folgen der Klimakrise körperlich erfahrbar machen will. „Manche Menschen reagieren sehr emotional. Sie fragen sich, wie sie oder ihre Kinder so leben sollen“, sagt Mitarbeiterin Eva. Manchmal braucht Politik genau das: Realität, die sich nicht mehr wegdiskutieren lässt. Auch die sich abzeichnende Ölkrise könnte ein solcher Moment werden.

Niemand sollte sich eine weitere Krise wünschen. Sie würde zuerst jene treffen, die ohnehin ganz genau darauf achten müssen, was im Einkaufswagen landet oder in den Tank fließt. Sollte die Inflation Luxemburg mit ganzer Wucht treffen, braucht es einen sozialen Ausgleich und gezielte Hilfen statt Gießkanne.

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