Vom Koma ins Pokalhalbfinale

„Begreife jeden Tag, wie schön das Leben ist“: Wie Paul Mortas dem Tod entrang

Paul Mortas steht mit dem FC Rodange 91 im Halbfinale des Pokals. Vor fünf Jahren sah seine Welt noch ganz anders aus. Der Franzose sprang dem Tod von der Schippe und hat jetzt ein Buch über diese traumatische Erfahrung geschrieben.

Paul Mortas beim intensiven Zweikampf auf dem Fußballfeld, bereit für das nächste Spiel nach Verletzung

Heute kann Paul Mortas wieder voll in die Zweikämpfe gehen Foto: Editpress/Jeff Lahr

März 2020. Die Covid-19-Pandemie hat die Welt fest im Griff. Paul Mortas ist zu diesem Zeitpunkt Fußballer und Student an der „University de Montréal“ in der kanadischen Provinz Québec. Eines Tages bekommt er Halsschmerzen. Sein Hals schwillt an und das Atmen fällt ihm schwer. Zunächst glaubt er, sich mit Covid-19 angesteckt zu haben. Doch mehrere Tests fallen negativ aus.

Eine Woche nach den ersten Symptomen kann er kaum noch essen und trinken. Der junge Franzose sucht einen Arzt auf, doch die Analysen stellen nichts Auffälliges fest. Sein Zustand verschlechtert sich jedoch weiter und die Atemprobleme nehmen zu. Mortas begibt sich daraufhin in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Dort wird er zunächst künstlich beatmet und danach in ein anderes Krankenhaus eingeliefert. „Später habe ich erfahren, dass ich hätte sterben können. Hätte ich länger gewartet, wäre es wahrscheinlich zu spät gewesen“, erklärt der Fußballer rückblickend.

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