108. FLF-Kongress
Ein Präsident ohne Herausforderer: Paul Philipp vor siebter Amtszeit
Die siebte Amtszeit von Paul Philipp beginnt mit einer Formalität. Der Beifall ist ihm sicher: Einen Gegenkandidaten hat der FLF-Präsident beim Kongress am Samstag in Wintger nicht. Dass sich dem 76-Jährigen niemand in den Weg stellt, hat seine Gründe.
Paul Philipp hat die Zügel seit 2004 in der Hand Foto: Editpress/Gerry Schmit
Im November 2028 wird der nationale Fußballverband sein 120-jähriges Bestehen feiern. Dann wird die größte Sportföderation des Landes seit fast 25 Jahren von demselben Mann geführt. Obschon er nicht immer unumstritten war, wurde Paul Philipp in diesem Vierteljahrhundert nur zweimal herausgefordert. Sein erster Gegenkandidat, der damalige FLF-Vizepräsident Yves Bourgnon war 2012 chancenlos. Claude Kremer scheiterte 2022 beim Kongress in Strassen etwas weniger deutlich (433 zu 302 Stimmen).
Vier Jahre später kann Paul Philipp der Wahl im Norden des Landes wieder entspannter entgegenblicken. Der 59-jährige Tun di Bari, der sich über den Sommer mit einer möglichen Kandidatur auseinandergesetzt hatte, gab die Idee schließlich aus beruflichen Gründen auf. Stattdessen wird der CEO der Dussmann-Gruppe und ehemalige Etzella-Präsident noch mindestens zwei Jahre – dann endet sein Mandat – als Mitglied des Verwaltungsrats im Team Philipp mitspielen.