Enovos League
Favorit Sparta reagiert gegen starke Résidence zu spät
In der regulären Saison Top, im Play-off Flop – so lautete in den vergangenen Jahren die Bilanz der Sparta. Jenes Trauma eines frühen Ausscheidens riskieren die Bartringer nun erneut, nachdem Walferdingen sich dank einer starken Leistung einen Matchball in eigener Halle verdient hat.
Résidence-Profi John Slajchert zeigte sein ganzes Repertoire an Würfen Foto: Editpress/Fernand Konnen
Als Tabellenzweiter ging die Sparta als klarer Favorit in das Duell und wollte den Grundstein zum Halbfinaleinzug legen, jedoch erwies sich Underdog Walferdingen von Beginn an als zäher Gegner. „An sich hatten wir eine gute Trainingswoche, aber wir waren nicht auf ihre Zonenverteidigung eingestellt. Wir haben zu hektisch agiert, was wir sonst nicht tun. Zudem hätten wir schnell spielen sollen und den Ball drehen lassen. Und dann 56 Punkte vor der Pause zu kassieren geht überhaupt nicht. Das bricht einem das Genick“, resümierte Victor Stein den gebrauchten Abend des Gastgebers.
Für die zweite Partie am Mittwoch in Walferdingen forderte der Sparta-Kapitän von Anfang an die Physis, mit der sein Team erst nach der Pause aufgetreten war. Das Unheil der Hausherren nahm nämlich schon früh seinen Lauf, als sich die Gäste nach einer ausgeglichenen Anfangsphase unter dem Impuls von Slajchert kontinuierlich absetzten. Der US-Profi zeigte dabei sein gesamtes Repertoire von Distanzwürfen bis zu Lay-Ups, während ein Kunstwurf unter Bedrängnis für die erste zweistellige Führung sorgte (25:35, 13’).