Leichtathletik

„Fühlt sich immer noch surreal an“: Charel Grethen über Tokio und das Leben danach

Als Kind träumte Charel Grethen nie von den Olympischen Spielen. Vielmehr setzte er sich stets kleine Ziele, Schritt für Schritt, bis er eines der größten Kapitel in der Geschichte des luxemburgischen Sports schrieb: das olympische Finale von Tokio 2021. Im vergangenen Jahr beendete der 33-Jährige seine aktive Karriere. Mit der Hallen-WM im polnischen Torun beginnt nun am Freitag das erste große internationale Leichtathletik-Event nach seiner Ära. Im Gespräch mit dem Tageblatt blickt er noch einmal auf seinen Weg zurück.

Charel Grethen beim letzten Lauf seiner Leichtathletik-Karriere 2025, symbolischer Abschluss eines erfolgreichen Sportlerlebens

Charel Grethen beendete 2025 seine Karriere Foto: Editpress/Claude Lenert

Tageblatt: Charel Grethen, am Freitag beginnt mit der Hallen-WM das erste große Leichtathletik-Event, nachdem Sie Ihre Karriere beendet haben. Sind Sie ein bisschen nostalgisch?

Charel Grethen: Ich bin mittlerweile in einem neuen Lebensabschnitt und zufrieden mit der Entscheidung, die ich getroffen habe. Ich denke, alles hat im Leben seine Zeit. Und für mich war eben der Moment gekommen, um aufzuhören und etwas Neues anzufangen. Natürlich ist dieses Wettkampfgefühl, dieser Kick, etwas Besonderes. Dieses Gefühl ist schwer, irgendwo anders im Leben wiederzufinden. Aber es ist auch angenehm, das Ganze jetzt etwas mehr aus der Ferne zu verfolgen.

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