COSL-Kongress
Kostenexplosion beim Olympischen Komitee: Das Spitzensportler-Leben wird teurer
Der Alltag für Spitzensportler wird immer teurer. Das hat zur Folge, dass auch das Olympische Komitee tiefer in die Taschen greifen musste – und es im Geschäftsjahr 2025 letztlich einen Verlust von fast einer Million Euro gab.
COSL-Präsident Michel Knepper und Sportministerin Martine Hansen unterstrichen in ihren Ansprachen, dass es sich um eine harmonische Zusammenarbeit handelt Foto: COSL
Michel Knepper blickt in die Runde. Es geht um eine Summe von rund einer Million Euro, die während der Generalversammlung des COSL hätte für Diskussionsstoff sorgen können. Doch das Plenum zeigt Verständnis und Akzeptanz für die Schilderung der erheblichen Kostenexplosion: „Wir haben klare Erklärungen geliefert, weshalb diese Situation entstanden ist“, meint Knepper im Anschluss.
Das Finanzresultat ist aufgrund „außergewöhnlicher Posten“, wie im Bericht festgehalten wurde, negativ: Wegen steigender Kosten und Reisen zu Turnieren und Trainingslagern rund um die Welt mussten etliche Kaderathleten seit der Corona-Krise immer wieder auf den kompletten COSL-Kredit zurückgreifen – was vor zehn Jahren fast nur bei der Hälfte notwendig war. Ein Beispiel: 2020 griffen die Sportler auf 42 Prozent der Kredite zurück, 2024 waren es 92 Prozent. In konkreten Zahlen ausgedrückt: Diese „Charges sur exercices antérieurs“ wurden 2025 mit 457.902 Euro verbucht.