Streit um Stadionbau

Olympia in Brisbane: Ureinwohner drohen mit Boykott

Australien wirbt bei Olympia gern mit indigener Kultur und Versöhnung. Doch ausgerechnet für die Spiele 2032 soll nun ein Stadion auf einem spirituell bedeutenden Gelände der Ureinwohner entstehen – gegen den Protest der traditionellen Eigentümer.

In einer der bedeutendsten kulturellen Stätten der Ureinwohner Brisbanes soll ein Olympiastadion entstehen

In einer der bedeutendsten kulturellen Stätten der Ureinwohner Brisbanes soll ein Olympiastadion entstehen Foto: GIICA

Die Olympischen Spiele 2032 sollen Brisbane als moderne Weltstadt präsentieren. Doch ausgerechnet jene Menschen, deren Kultur das Land seit zehntausenden Jahren prägt, fühlen sich von den Spielen verraten. Im Streit um den Victoria Park – in der indigenen Sprache bekannt als Barrambin – spitzt sich ein Konflikt zu, der weit über Stadtplanung hinausgeht.

Die Regierung des australischen Bundesstaates Queensland plant, mitten in einer der bedeutendsten kulturellen Stätten der Ureinwohner Brisbanes ein Olympiastadion für 3,6 Milliarden australische Dollar (rund 2,2 Milliarden Euro) zu errichten. Am 1. Juni ging der Park offiziell in die Hände der staatlichen Olympia-Infrastrukturbehörde GIICA über. Bulldozer stehen bereits bereit.

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