Fußball
Rücktritte, Staatsaffäre, Drohungen: Grande Confusione in Italien
Die Aufräumarbeiten nach dem erneuten Scheitern der italienischen Fußball-Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation und den folgenden Rücktritten gehen auch über Ostern weiter.
Nach der Demission des Verbandspräsidenten am Gründonnerstag nahm am Karfreitag auch Nationaltrainer Gennaro Gattuso seinen Hut Foto: AFP
Grande Confusione statt österlicher Ruhe: Die erneute Blamage der Squadra Azzurra in der WM-Qualifikation inklusive Rücktritten und ausgelöster Staatsaffäre hat Italien auch über die Feiertage fest im Griff. Nach der Demission des Verbandspräsidenten am Gründonnerstag nahm am Karfreitag auch Nationaltrainer Gennaro Gattuso seinen Hut. Gleichzeitig kursierten bereits die Namen derer, die für die Wiederauferstehung des in Trümmern liegenden Fußballs im Land des viermaligen Weltmeisters sorgen sollen – natürlich allesamt Ikonen des Calcio.
Paolo Maldini und Gianni Rivera gelten als Favoriten für den Posten des Verbands-Chefs. Antonio Conte oder Roberto Mancini sollen auf Gattuso folgen, der nicht einmal ein Jahr im Amt war. „Schweren Herzens, da wir unser gestecktes Ziel nicht erreicht haben, betrachte ich meine Zeit als Trainer der Nationalmannschaft als beendet“, erklärte Gattuso und ergänzte: „Das Trikot der Azzurri ist das wertvollste Gut im Fußball. Deshalb ist es richtig, neue technische Beurteilungen zu ermöglichen.“