Aquathlon
Schnee und ein Titel: Jeanne Lehair auf kurzer Mission in Luxemburg
Hochzeitsglocken, WTS-Rennen an allen Ecken und Enden der Welt und Weltranglistenpunkte mit der FLTri-Staffel: Der Terminkalender von Jeanne Lehair könnte kaum voller sein. Doch der erste Auftritt 2026 findet traditionell in der Coque statt. Dort will sie am Sonntag ihren Aquathlon-Meistertitel verteidigen.
Jeanne Lehair bevorzugt das klassische Triathlon, hat im Winter aber nichts gegen das Becken einzuwenden Foto: Editpress/Mélanie Maps
Mittwochnachmittag. In Toulouse ist der Himmel grau, die Temperaturen nahe am Gefrierpunkt. Jeanne Lehair freut sich darauf, ihre französische Wahlheimat am Wochenende für einen Kurztrip nach Luxemburg zu verlassen: „Ich hoffe, dass dann noch etwas vom Schnee übrig ist“, meint die 29-Jährige mit einem Lachen.
In der Coque geht die prominente Titelverteidigerin am Sonntag bei den Aquathlon-Landesmeisterschaften (150 Meter Schwimmen, 1 km Laufen) als Favoritin an den Start. Nachdem sie sich im vergangenen Jahr selbst mit einem Landesrekord überraschte (6:41 Minuten), würde Lehair diesmal die Meisterkrone reichen: „Ich weiß ehrlich gesagt noch immer nicht, wie ich das 2025 geschafft habe. Ich kam damals aus dem Urlaub zurück, hatte allerdings auch ein paar Trainingseinheiten bei gewissen Höhenmetern absolviert. Auf jeden Fall würde es mich wundern, wenn ich das diesmal wiederholen könnte. Ich habe mir kein Zeitziel gesetzt. Jedes Jahr stoßen neue junge Mädchen dazu. Ich habe draußen ein deutlich besseres Niveau beim Schwimmen als drinnen, zudem laufen einige dieser Mädchen sehr, sehr schnell auf den 1.000 Metern. Deshalb konzentriere ich mich nur auf den Sieg.“