Handball-Pokal
„Tut im Herzen und im Kopf gut“: Red-Boys-Damen schalten den HBD aus
Die Red-Boys-Handballerinnen stehen im Pokalfinale. Am Freitagabend nahmen sie gegen den HBD erfolgreich Revanche für das Aus in der Meisterschaft und setzten sich nach einer Aufholjagd überraschend deutlich mit 37:27 durch. Damit entthronten die Differdingerinnen den Titelverteidiger der vergangenen drei Jahre. Am Sonntag (18.00 Uhr) bietet sich ihnen nun die Chance auf ihren ersten Titelgewinn.
Lily Melchior und die Red Boys zeigten eine spektakuläre Aufholjagd in der zweiten Halbzeit Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Erst zum zweiten Mal in der Geschichte des Vereins haben es die Damen der Red Boys ins Pokalfinale geschafft. Nach der Niederlage im Endspiel 2024 gegen den HBD und dem Aus im Kampf um den Meistertitel am vergangenen Wochenende gegen denselben Gegner, kam der Sieg im diesjährigen Halbfinale einem Befreiungsschlag gleich. Entsprechend groß war die Freude nach dem deutlichen 37:27-Erfolg. „Es fühlt sich wirklich großartig an“, sagte Lily Melchior. „Nach den Best-of-three-Spielen in der Meisterschaft tut es umso besser, dass wir Düdelingen jetzt geschlagen haben. Es tut im Herzen und im Kopf gut.“
Dabei deutete zur Halbzeit noch wenig auf diesen klaren Ausgang hin. Mit einem 16:20-Rückstand gingen Melchior und ihre Teamkolleginnen in die Kabine, ehe sie im zweiten Abschnitt aufdrehten. „Mich (Scheuren, Trainer; Anm. d. Red.) hat uns in der Pause den Kopf gewaschen. Mental war es schwer, weil jeder im Land davon ausgeht, dass Düdelingen die Top-eins-Manschaft ist. Aber wir haben gezeigt, dass auch wir gegen sie gewinnen können, wenn es drauf ankommt. Jetzt wollen wir den Titel holen“, so Melchior mit Blick auf das Finale am Sonntag (18.00 Uhr).