Fußball
Wenn Jeff Strasser die Ärmel hochkrempelt: Das Traditionsturnier wird 25
Es ist eine kleine Mondorfer Erfolgsstory: An Ostern steigt die bereits 25. Ausgabe des „Jeff Strasser Cup“ – ein internationales Jugendturnier. Der Gedanke ist noch der gleiche wie an Tag eins: den Luxemburger Mannschaften den Kontakt mit Profivereinen zu ermöglichen.
Eigentlich sollte das Wetter über die Ostertage mitspielen Foto: Editpress/Anouk Flesch
FLF-Nationaltrainer Jeff Strasser lachte, als er am Dienstagabend im Stadion auf das Mondorfer Turnier angesprochen worden war: Das Telefon würde er nach der nervenaufreibenden Woche mit den „Roten Löwen“ gerne erst einmal zur Seite legen. Denn schon am Wochenende steht er, zumindest als Namensgeber, wieder im Fokus: In Mondorf findet „sein“ Jugendturnier mit dem internationalen Vergleich der U13-Jahrgänge am Ostermontag, statt.
Schon im Vorfeld hatte der bekannte 51-Jährige ein paar Gespräche geführt: „Er hat in seinem Namen ein paar Vereine angeschrieben. So entstand u. a. wieder der Kontakt mit Borussia Mönchengladbach“, erklärte USM-Vizepräsident Eric Bosseler. Die Fohlen mussten aufgrund des straffen Terminkalenders zwar diesmal absagen, haben sich, genau wie Bayer Leverkusen, allerdings bereits für 2027 angemeldet. „Jeff ist nah am Cup dran. Als Nationaltrainer hat er die größte Visibilität im Land. Dieser Posten war sein Traum. Man ist hier über die Grenzen Mondorfs hinaus froh für ihn und dass es jetzt diese beiden positiven Ergebnisse gab“, fügte Bosseler hinzu.
Bodenständig und bereit, anzupacken
Und Strasser sei auch einer, „der im Vorfeld vorbeischaut, um eine Hand mitanzupacken. Es hat sich schon so eingebürgert, dass er am Montag die Ärmel hochkrempeln wird, um beim Abrichten der Bänke zu helfen. Er ist ein bodenständiger Mensch geblieben und das macht ihn so sympathisch.“
Seit 25 Jahren gibt es den Jugendcup mittlerweile. Nachdem das Turnier zunächst in der Halle ausgetragen worden war, waren es die Profivereine, die um eine Verlegung auf Gras baten. Das ist seit über 20 Jahren der Fall. Mit der Union St. Gilloise ist der belgische Champion erstmals dabei. Alle anderen Mannschaften sind sozusagen Routiniers in der Thermalstadt. Übernachtet wird in der Jugendherberge in Remerschen. Die Vereine aus dem Grenzgebiet reisen erst am Spieltag an. „Man muss mit einem Budget von 20.000 Euro rechnen. Das beinhaltet die Druckkosten für das Programmheft, das mittlerweile 108 Seiten hat. Zudem muss man die Jugendherberge einplanen. Je nachdem sind auch Transportkosten für die Klubs vorgesehen“, erklärte Bosseler.
„Die Idee ist nach wie vor, es als Werbung für den nationalen Fußball zusehen. Deshalb werden auch in Zukunft nur acht internationale Vereine angenommen und weiterhin acht luxemburgische Klubs teilnehmen.“ Anfangs steckte noch etwas anderes dahinter: als Talent entdeckt zu werden. Die FLF-Fußballschule erledigt das inzwischen selbst, sodass es vielmehr darum geht, sich als konkurrenzfähig zu zeigen.
Das Programm
Am Ostersamstag:
Nationales Turnier der U9:
Vorrunde ab 9.30 Uhr:
Gruppe A: Mondorf/Schengen, Jeunesse, Mamer, Remich/Bous, Hostert
Gruppe B: Mondorf/Schengen, Düdelingen, Monnerich, Niederkorn, Sandweiler
Nationales Turnier der U11:
Vorrunde ab 14.30 Uhr:
Gruppe A: Mondorf/Schengen, Düdelingen, Mamer, Remich/Bous, Feulen/H., Sandweiler
Gruppe B: Mondorf/Schengen, Jeunesse, Medernach, Monnerich, Niederkorn, St. Vith (B)
Am Ostermontag:
Internationales Turnier der U13:
Vorrunde ab 9.00 Uhr:
Gruppe A: Royale Union Saint-Gilloise (B), FC Metz (F), US Mondorf, UNA Strassen
Gruppe B: SV Darmstadt 98 (D), Royal Excelsior Virton (B), Etzella Ettelbrück, UN Käerjeng
Gruppe C: 1. FC Kaiserslautern (D), RFC Seraing (B), US Hostert, Racing
Gruppe D: RC Strasbourg (F), SV 07 Elversberg (D), CS Fola Esch, Steinsel/Red Black
13.30 Uhr: Beginn der Endrunde
18.00 Uhr: Finale