ArcelorMittal Luxemburg

„Das Leben in der Stahlindustrie ist kein ruhiger Fluss“

Die europäischen Stahlproduzenten stehen unter erheblichem Druck. Hohe Energiekosten, internationale Konkurrenz und geopolitische Krisen belasten die Industrie. In Luxemburg derweil bleibt der Sektor von der Krise ziemlich verschont. Das Tageblatt sprach mit Valérie Massin, Country Head von ArcelorMittal Luxemburg, über die aktuelle Lage des Unternehmens.

Valérie Massin, Country Head von ArcelorMittal Luxemburg seit 2025

Valérie Massin ist seit 2025 Country Head von ArcelorMittal Luxemburg Fotos: Editpress/Julien Garroy/Hervé Montaigu

Tageblatt: Wie geht es derzeit den Luxemburger Werken von ArcelorMittal?

Valérie Massin: Das internationale Umfeld ist schwierig – mit Handelskonflikten, geopolitischen Spannungen und hohen Energiekosten. Die Luxemburger Werke sind davon bislang aber vergleichsweise wenig betroffen. Das liegt vor allem daran, dass wir hochwertige Spezialprodukte herstellen, die international stark gefragt bleiben. Etwa sehr spezialisierte Stahlträger, bei denen wir weltweit kaum Konkurrenz haben. Natürlich spüren auch wir den Druck durch die internationale Konkurrenz und die Unsicherheiten im Welthandel. Die US-Zölle und die geopolitische Lage wirken sich auf die Märkte aus. Dadurch steigen auch die Energiepreise, die für die Stahlproduktion ein zentraler Kostenfaktor sind. Aber wir haben halt die Chance, sehr gute Produkte zu haben. Auch im Jahr 2026 sind die luxemburgischen Fabriken so noch recht gut geschützt. Die Auslastung der Werke liegt hierzulande bei mehr als 90 Prozent.

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