Geldpolitik

EZB belässt Leitzins trotz Iran-Krieg und Ölblockade bei 2,0 Prozent

Der Iran-Krieg und steigende Ölpreise schüren Sorgen vor steigender Teuerung. Böse Erinnerungen an die letzte Preiswelle auch in Deutschland setzen die EZB unter Druck.

Die EZB-Zentrale in Frankfurt am Main

Die EZB-Zentrale in Frankfurt am Main Florian Wiegand/dpa

Die Europäische Zentralbank hält die Leitzinsen trotz Sorgen vor einer neuen Inflationswelle wegen des Iran-Kriegs unverändert. Der für Sparer und Banken wichtige Einlagenzins bleibt bei 2,0 Prozent, wie die Notenbank in Frankfurt mitteilte. Damit tastet die EZB zum sechsten Mal in Folge die Zinsen nicht an. „Der Krieg im Nahen Osten hat zu deutlich unsichereren Aussichten geführt. Er hat Aufwärtsrisiken für die Inflation und Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum zur Folge.“

Noch vor wenigen Wochen sah sich die EZB in einer komfortablen Lage im Kampf gegen die Teuerung im Währungsraum. Denn mit einer Rate von 1,9 Prozent im Februar liegt die Inflation nahe am mittelfristigen Ziel der Notenbank von 2 Prozent. Doch mit dem Krieg im Nahen Osten und dem Ölpreisschock wächst die Sorge vor einem starken Anziehen der Inflation.

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