München

80.000 Menschen demonstrieren gegen die iranische Regierung

Auf der Münchner Theresienwiese versammeln sich am Samstag Zehntausende zu einer friedlichen Protestaktion gegen die iranische Regierung. Auch in anderen Ländern demonstrieren die Menschen.

Teilnehmende einer internationalen Demonstration für Menschenrechte und Freiheit im Iran mit Solidaritätsbekundungen

Teilnehmende einer Demonstration „Menschenrechte und Freiheit im Iran. Internationale Solidarität mit dem iranischen Volk“ Foto: Felix Hörhager/dpa

Zu einer Großdemonstration gegen die iranische Regierung sind am Samstag 80.000 Menschen auf die Münchner Theresienwiese gekommen. Es gebe einen anhaltend starken Zulauf zu der Veranstaltung, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Es laufe alles völlig friedlich und ohne Störungen ab.

Die Veranstalter erwarteten 100.000 Teilnehmer zu der Demonstration. Noch offen war bis zuletzt, ob der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, der Exil-Oppositionelle Reza Pahlavi, bei der Kundgebung sprechen würde. Pahlavi ist Gast der Münchner Sicherheitskonferenz an diesem Wochenende.

Die Münchner Demonstration wird von dem Verein The Munich Circle organisiert. Viele Demonstrationsteilnehmer hatten iranische Fahnen dabei, häufig waren auch Bilder von Pahlavi zu sehen. Viele Demonstranten schenkten Polizisten Blumen.

Parallel gibt es Samstag auch Großdemos in Toronto und Los Angeles sowie den Aufruf, weltweit gegen die iranische Führung zu demonstrieren. Im Iran hatte es um den Jahreswechsel wochenlange Massenproteste gegeben, die gewaltsam niedergeschlagen wurden.

1 Kommentare
Guy Mathey 15.02.202613:09 Uhr

Mit den Forderungen nach einem Ende der islamistischen Diktatur in Iran müssen sich alle Demokrat*innen uneingeschränkt solidarisieren. Die spannende Frage bleibt jedoch, wie dieses faszinierende Land von einer abscheulichen Diktatur in ein demokratisches System überführt werden kann. Wer für einen solchen Prozess auf die Unterstützung durch den faschistischen US-Präsidenten baut, verkennt wohl völlig die Realität, ist es doch genau jeder US-Präsident und seine menschenverachtende MAGA-Bande, welche aktuell dabei sind, die US-Demokratie zu zerlegen und in eine faschistische Autokratie zu überführen.
Ob Reza Pahlawi, der Sohn des letzte Schah eine positive Rolle spielen kann bleibt ebenfalls zu bezweifeln, zwar klingen manche seiner Aussagen durchaus positiv, jedoch gilt er als Freund des israelischen Kriegsverbrechers Benjamin Netanjahu, was seiner Glaubwürdigkeit nicht förderlich ist. Zudem hat der Mann seit seinem 18. Lebensjahr den Iran nie mehr betreten.

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