USA/Russland

Atomwaffen-Abkommen New Start läuft aus

Am Donnerstag läuft das New-Start-Abkommen, der letzte Atomwaffen-Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland, aus. Damit sind die beiden größten Atommächte an keine Beschränkungen mehr hinsichtlich der Zahl ihrer strategischen Nuklearwaffen gebunden. Befürchtet wird ein neues Wettrüsten.

Interkontinentalrakete Topol mit Nuklearsprengköpfen auf Rüstungsmesse in Moskau präsentiert

Eine mit Nuklearsprengköpfen bestückbare Interkontinentalrakete vom Typ Topol wird auf einer Rüstungsmesse in Moskau präsentiert Foto: YNA/dpa

Am Dienstag voriger Woche rückten die Wissenschaftler des Magazins Bulletin of the Atomic Scientists die „Weltuntergangsuhr“ (Doomsday Clock) um vier Sekunden vor. Mit nur mehr 85 Sekunden vor Mitternacht stehe die Menschheit so nah wie noch nie vor einer weltweiten Katastrophe, warnen die Forscher. Sie weisen darauf hin, dass Russland, China, die USA und andere große Staaten „zunehmend aggressiv, konfrontativ und nationalistisch geworden“ seien. Die internationale Zusammenarbeit, um Risiken wie den Klimawandel, den Missbrauch von Bio-Technologien, die Gefahren durch Künstliche Intelligenz oder eines Atomkrieges zu reduzieren, würden unterminiert. Dabei wird explizit auch das Auslaufen des New-Start-Abkommens erwähnt und die USA und Russland aufgefordert, den Dialog über eine Begrenzung ihrer Atomarsenale wieder aufzunehmen.

Danach sieht es derzeit jedoch nicht aus. US-Präsident Donald Trump zeigte bislang kein Interesse daran, der Aufforderung aus Moskau nachzukommen, das Abkommen zu verlängern. Der russische Machthaber Wladimir Putin hatte im September 2025 einen entsprechenden Vorschlag gemacht. Allerdings hatte Putin bereits im Februar 2023 das Abkommen suspendiert. Russland gab aber an, sich weiter an Teile der Bestimmungen von New Start zu halten. Das betraf jedoch nicht die Verifikation der atomaren Militärstandorte in Russland durch US-Inspektoren. Diese hatte Moskau wegen der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Russland nach der russischen Großoffensive auf die Ukraine bereits zuvor aufgekündigt.

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