EU-Parlament

Die Wohnungskrise ist ein europaweites Problem

Im Europäischen Parlament (EP) wurde am Dienstag der Abschlussbericht des Sonderausschusses zur Wohnraumkrise angenommen, der eine Reihe von Empfehlungen an die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten enthält.

EU-Parlamentarier diskutieren das große Potenzial des Renovierungssektors zur Stärkung nachhaltiger Bauprojekte in Europa

Großes Potenzial sehen die EP-Abgeordneten im Renovierungssektor, den die EU stärken müsse Foto: Editpress/Julien Garroy

Die Verfügbarkeit von bezahlbaren Wohnungen ist längst kein ausschließliches Problem mehr von urbanen Zentren. Die Wohnungsmisere geht europaweit bis tief in die Regionen hinein und hat vor allem wirtschaftliche und demografische Auswirkungen. „Wir haben ein ernsthaftes Problem“, meinte denn auch der spanische EVP-Abgeordnete und Berichterstatter Borja Giménez Larraz am Dienstag nach der Abstimmung. Seit dieser Legislaturperiode befasst sich nicht nur ein EU-Kommissar mit dem Thema. Im EU-Parlament wurde 2024 zudem ein Sonderausschuss gebildet, der in einem am Dienstag angenommenen Abschlussbericht zu verschiedenen Aspekten der Wohnungskrise Vorschläge zu deren Überwindung vorlegt.

Seit dem Jahr 2010 seien die Mieten in der EU um 30 Prozent, die Häuserpreise um 70 Prozent gestiegen, sagte Borja Giménez Larraz. Insgesamt würde es in der EU an zehn Millionen Wohneinheiten fehlen. Zudem sei in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Baugenehmigungen um 20 Prozent gesunken.

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