Diplomatie

EU-Beamter: EU hat diplomatische „Kontakte“ mit dem Kreml aufgenommen

Das Büro von EU-Ratspräsident António Costa hat in den vergangenen Wochen erste diplomatische Kontakte zum Kreml aufgenommen.

EU-Ratspräsident António Costa Büro öffnet Kommunikationskanäle zu Russland laut EU-Beamten

Laut einem EU-Beamten will das Büro von EU-Ratspräsident António Costa „Kommunikationskanäle“ mit Russland öffnen Foto: Ulf Mauder/dpa

Das Büro von EU-Ratspräsident António Costa hat in den vergangenen Wochen direkten Kontakt zum Kreml aufgenommen. Es seien „kurze Kontakte“ auf diplomatischer Ebene geknüpft worden, um „Kommunikationskanäle zu öffnen“ , teilte ein EU-Beamter am Mittwoch mit. Dabei sei aber nichts Inhaltliches besprochen worden, fügte er hinzu.

Die europäischen Verbündeten der Ukraine diskutieren seit längerem darüber, Verhandlungen mit Russland über ein Ende des Ukraine-Kriegs aufzunehmen. Bei einem Treffen in London sprachen sich Deutschland, Frankreich und Großbritannien Anfang Juni für direkte Waffenruhe-Gespräche zwischen Moskau und Kiew aus.

Die Europäer wollen dabei den bisher von den USA geleiteten Verhandlungsprozess „aufnehmen und weiterführen“, wie Regierungssprecher Stefan Kornelius es formulierte. Das Thema soll beim EU-Gipfel am Donnerstag besprochen werden. Ein Diskussionspunkt ist in diesem Zusammenhang, wer bei einem solchen Prozess die Europäer vertreten sollte.

3 Kommentare
Manfred Reinertz Barriera 18.06.202609:35 Uhr

In jedem Konflikt sollte man niemals die Verhandlungen aufgeben, es nutzt nicht Sanktionen zu erlassen und dann keine Verhandlungen zu pflegen mit der Gegenseite...egal, was Herr Selensky sagt....sonst wird der Krieg wohl noch ein paar Jahre weitergehen zum Schaden für alle Beteiligten...wir Europäer zahlen, Trump lacht sich ins Fäustchen, seine Kriegsindustrie liefert die Munition, die wir bezahlen müssen...

CG 17.06.202618:52 Uhr

Was nun Frau Metsola? Wird weiter gegen Herrn Kartheiser wegen dessen Kontakte zu Russland ermittelt oder wird jetzt auch ein Ermittlungsverfahren gegen das Büro von Herrn Costa eingeleitet?

RomainC 17.06.202618:48 Uhr

Anstatt Ermittlungen gegen Fernand Kartheiser einzuleiten sollte das EU Parlament ihn nach Moskau schicken um zu vermitteln!

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