Neue Perspektiven
EU-Staaten diskutieren bei Gipfeltreffen über weitere Schritte für die Ukraine
Die Ukraine dominierte den Auftakt des informellen Gipfeltreffens der EU-Staats- und Regierunschefs am Donnerstagabend in Zypern. Nachdem die 27 grünes Licht für ein Milliarden-Darlehen an Kiew gegeben haben, eröffnen sich für die Ukraine neue Perspektiven in der EU.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und EU-Ratspräsident Antonio Costa sind erleichtert, dass die 27 das 90 Milliarden Euro umfassende Darlehen an die Ukraine bewilligt haben Foto: Alexandros Michailidis/European Union
Für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj stand am Donnerstag vor allem die „große historische Entscheidung“ im Mittelpunkt, die zuvor im fernen Brüssel getroffen worden war, als er am Tagungsort in Zypern angekommen war. Denn im Laufe des Tages kam in einem schriftlichen Verfahren der EU-Staaten die endgültige Zustimmung für das 90 Milliarden Euro umfassende Darlehen an die Ukraine, das zuvor von Ungarn blockiert worden war. Das Geld werde der Ukraine dabei helfen, ihre militärischen Kapazitäten zu steigern, sagte Selenskyj. Aber auch um etwa den Energiesektor, der in diesem Winter massiv unter russischem Beschuss gelitten hat, wieder aufzubauen. Das Darlehen werde jedoch ebenfalls Russland dazu bewegen, über Verhandlungen nachzudenken, hoffte Selenskyj, der hervorhob, dass die bereitgestellten Gelder für die Ukraine eine Frage des Überlebens seien.
Neben der Bewilligung des Darlehens, von dem erste Zahlungen bereits im Mai erfolgen könnten, haben die 27 zudem das mittlerweile 20. Sanktionspaket gegen Russland beschlossen.