Iran-Krieg

G7 finden überraschend gemeinsame Linie

Erst Kritik aus den USA, doch nach dem G7-Treffen in Frankreich gibt es überraschend eine Erklärung aller Minister.

US-Außenminister Marco Rubio bei der Ankunft zum G7-Gipfel 2024 in Frankreich, offizielle Diplomatie und internationale Politik

US-Außenminister Marco Rubio bei seiner Ankunft beim G7-Treffen in Frankreich AFP

Trotz Kritik aus den USA an den europäischen Partnern haben die G7-Außenminister eine gemeinsame Linie zum Iran-Krieg gefunden. Überraschend einigten sich die Minister zum Abschluss ihres Treffens in der Nähe von Paris auf eine gemeinsame Erklärung zum Iran. Sie forderten darin unter anderem den Schutz von Zivilisten.

Zur „Gruppe der Sieben“ gehören neben Deutschland auch Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA. US-Außenminister Marco Rubio war im Gegensatz zu seinen Kollegen erst in der Nacht zum zweiten und letzten Tag des Treffens angereist.

G7 fordern Ende von Angriffen auf zivile Ziele

In der überraschend veröffentlichten und eher kurz gehaltenen gemeinsamen Erklärung zum Iran forderten die G7-Außenminister ein sofortiges Ende von Angriffen auf zivile Infrastruktur. Es könne keine Rechtfertigung für vorsätzliche Angriffe auf Zivilisten geben. Nach rein französischer Darstellung geht es auch explizit um den Schutz ziviler Energieinfrastruktur.

In der Erklärung betonten die Außenminister auch, dass es aus ihrer Sicht absolut notwendig sei, den freien Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus dauerhaft wiederherzustellen. Diese müsse sicher und gebührenfrei sein. Die Straße von Hormus, eine für den weltweiten Öl- und Gashandel immens wichtige Transportroute, liegt direkt vor der Küste des Irans. Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf die Islamische Republik fordert der Iran Schiffe in der Meerenge per Funk auf, diese nicht zu passieren.

Von einer gemeinsamen Erklärung war vor dem Treffen keine Rede gewesen. Es werde lediglich eine Mitteilung des französischen G7-Vorsitzes geben, hatte es aus Frankreich geheißen.

Noch vor seiner Ankunft beim G7-Treffen in Vaux-de-Cernay hatte US-Außenminister Rubio Kritik an Europäern im Iran-Krieg unterstrichen. Dort kann man sich aber auf eine gemeinsame Linie verständigen.

3 Kommentare
JJ 28.03.202612:32 Uhr

Um zu kritisieren hätte Rubio nicht anreisen müssen.So was kann man vom Schreibtisch aus tun. Konstruktive Mitarbeit liegt dem Trump-Vasallen fern. Man kann nur hoffen dass die freie Welt aufhört vor diesen Clowns Kniefälle zu machen. Wie sagt ein Sprichwort: " Zieht ein Clown in einen Palast wird er noch nicht zum König.Der Palast wird zum Zirkus."

Ph 28.03.202612:01 Uhr

Op deem Desch hun USA neischt mei verluer schliesslech ass et die zweet Völkerrechtswidreg Aktioun emol Venezuela an elo en Ugreffskrich am Iran matt zivilen Opfer Kanner schummen sollen Sech G7 Länner Chefs.
Anscheinend wärt den Merz an Macron den Trump matt sengen aneren Banditen nach helleg spreichen loosen.
Den Iran soll sech verteidegen an Stroos vun Hormuz soulaang zou haalen wei et geet, an USA weider blameieren.

Manfred Reinertz Barriera 27.03.202622:54 Uhr

G7 ist ein Verein, der gar nichts zu sagen hat in dem von Trump-Nethanja angezettelten Angriffskrieg, aber die Konsequenzen,, die werden die G7 und alle anderen Staaten tragen müssen...leider!

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