Ukraine-Krieg

Russland greift Nachtzug von Kiew nach Warschau an

Polen und die Ukraine sehen im russischen Luftangriff so nah an der Grenze zur NATO eine Eskalation des Kremls.

Mit dem Zug zwischen Warschau und Kiew reist auch die internationale Politprominenz in die Ukraine, hier die moldauische Präsidentin Maia Sandu (r.)

Mit dem Zug zwischen Warschau und Kiew reist auch die internationale Politprominenz in die Ukraine, hier die moldauische Präsidentin Maia Sandu (r.) Foto: AFP

Zugreisende schreien und fluchen. Sie rennen nach hinten, Richtung Ukraine, als vorne eine Drohne in die Lokomotive stürzt und mit einem lauten Knall explodiert. 206 Passagiere reisten laut der ukrainischen Staatsbahn im Nachtzug von Kiew nach Warschau, verletzt wurde wie durch ein Wunder niemand.

Der internationale Zug wurde von einer Geran‑5-Drohne, der russischen Weiterentwicklung der iranischen Shahed-Drohne, am Grenzbahnhof Jagodin rund zwei Kilometer vor der gemeinsamen Staatsgrenze angegriffen. Zivile Luftraum-Beobachter hatten die Mannschaft gewarnt, sodass der Zug größtenteils evakuiert werden konnte, bevor die russische Drohne einschlug. Laut polnischen Angaben fuhr der Zug danach mit über sechsstündiger Verspätung zum polnischen Grenzbahnhof Dorohusk weiter.

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