Neuer transatlantischer Bund?

Trump droht EU wegen geplanter Annäherung an Kanada

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat mit einem Vorschlag für Aufsehen gesorgt. Es geht um den US-Nachbarn Kanada. Wie reagiert Präsident Trump darauf?

US-Präsident Donald Trump spricht mit Medienvertretern am Charlotte Douglas International Airport in Charlotte

US-Präsident Donald Trump spricht mit Medienvertretern am Charlotte Douglas International Airport in Charlotte Foto: Getty Images via AFP

US-Präsident Donald Trump reagiert mit einer Drohung auf den Vorstoß von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Kanada zum ersten „assoziierten Mitglied“ der Europäischen Union zu machen. „Ich halte das für lächerlich“, sagte er auf den Vorschlag angesprochen. Falls er es als „feindseligen Akt“ empfinden sollte, würde er hohe Zölle verhängen oder den Handel mit Europa in vielen Bereichen einstellen, warnte Trump vor Reportern.

Falls die EU das in böser Absicht mache, würden die USA „sehr hohe Zölle gegen Europa“ verhängen. Trump sagte allerdings auch, dass es in Ordnung sei, falls die Absicht gut sei - ohne genauer zu erläutern, woran er das festmachen würde. Zu Kanada sagte er nur, das Nachbarland sei zuletzt ein „schrecklicher Handelspartner“ gewesen.

Die USA und Kanada befinden sich aktuell in einem festgefahrenen Handelsstreit, der zuletzt wieder eskaliert war. Im Zollkonflikt mit der EU hatten sich die Vereinigten Staaten vor mehr als einem Jahr auf ein Zollabkommen geeinigt.

Was von der Leyen vorgeschlagen hat

Kanada soll nach dem Willen der EU-Kommissionspräsidentin das erste „assoziierte Mitglied“ der Europäischen Union werden. Als konkrete Bereiche für eine mögliche engere Zusammenarbeit nannte von der Leyen am Mittwoch Technologiefragen, die Produktion von Rüstungsgütern sowie die Künstliche Intelligenz und die Arktispolitik. Wie die geplante assoziierte EU-Mitgliedschaft konkret gestaltet werden soll, erklärte sie allerdings zunächst nicht.

Kanadas Premierminister Mark Carney begrüße den „Vorschlag“ zu einem „weitaus stärkeren, ehrgeizigeren Bündnis in der Zukunft“. Eine assoziierte Mitgliedschaft wurde in seiner Stellungnahme nicht direkt erwähnt.

Eine reguläre EU-Mitgliedschaft Kanadas ist nach den geltenden Verträgen nicht möglich. Nach Artikel 49 des EU-Vertrags können nur europäische Staaten der Union beitreten.

4 Kommentare
Jean-Marie Grober 17.09.202616:09 Uhr

"Und wirft der Arsch auch Falten, die trägt er im Gesicht"! Warum verlieren wir immer noch soviel kostbare Lebenszeit, um uns tagtäglich mit dem unsäglichen Gewäsch eines senilen alten Mannes abzugeben? Weil dieser Psychopath leider den Koffer mit den Geheimzahlen des Atomwaffenarsenals der (noch) grössten Militärmacht der Welt mit sich herumträgt.

Fraulein Smilla 17.09.202611:17 Uhr

Kanada hat eine gemeinsame Grenze mit der EU . Die unbewohnte Hans Insel , die an das zu Daenemark gehoerende Groenland grenzt und das franzoesische Ueberseeteritorium Saint Pierre et Miquel das suedlich von Neufundland liegt .

Lucilinburhuc 17.09.202609:37 Uhr

Canada als assoziiertes Mitglied ist ein grosser Coup und wird in die Geschichtsbücher eingehen. Trump ist irgendwann nicht mehr und die USA werden dann folgen. Wichtiger Fakt : die EU bestimmen die Regeln.

JJ 17.09.202607:55 Uhr

Der Trottel droht sich noch zu Tode. Er isoliert sein Land vom Rest der Welt und kriegt es noch nicht einmal mit. In zwei Jahren ist Schluss,dann atmen alle auf,vor allem die Amis.

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