Frankreich

Verurteilte Rechtspopulistin Le Pen hält an Präsidentschaftskandidatur fest

Marine Le Pen will trotz Verurteilung für das Rassemblement National antreten und Frankreichs nächste Präsidentin werden.

Marine Le Pen, Vorsitzende der rechtsextremen Partei Rassemblement National, spricht in der französischen Nationalversammlung

Marine Le Pen, Fraktionsvorsitzenden der französischen rechtsextremen Partei Rassemblement National (RN), nimmt an einer Sitzung der Nationalversammlung teil Michel Euler/AP/dpa

Ungeachtet ihrer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe hält die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen an ihrer Präsidentschaftskandidatur fest. „Ich bin Kandidatin für die Präsidentschaftswahl“, sagte sie am Dienstagabend dem Sender TF1 in Paris. „Ich werde meine Meinung nicht ändern“, fügte sie hinzu.

Ein Berufungsgericht hatte Le Pen am Nachmittag wegen Veruntreuung von EU-Geldern unter anderem zu einem Jahr Hausarrest mit einer elektronischen Fußfessel verurteilt. Die 57-Jährige kündigte an, das Urteil vor dem höchsten Berufungsgericht anzufechten. Dadurch werde die von den Berufungsrichtern verhängte Strafe suspendiert, erklärte sie. „Ich werde Wahlkampf ohne elektronische Fußfessel machen.“

Mit dem 30 Jahre alten Parteichef des rechtspopulistischen Rassemblement National (RN), Jordan Bardella, werde sie weiterhin „ein Tandem“ bilden. „Die Franzosen werden das letzte Wort haben“, sagte Le Pen.

„Ich denke, dieses politische Duo, das wir bilden, kann die Dinge wirklich verändern“, sagte die Rechtspopulistin. Mit Bardella werde der Präsidentschaftswahlkampf „sehr schnell“ beginnen. Für den Fall eines Sieges bei der Präsidentschaftswahl im nächsten Frühjahr kündigte sie an, Bardella zum Regierungschef zu machen.

5 Kommentare
Fraulein Smilla 08.07.202613:23 Uhr

Sie hat eigentlich keine Chance , es sei denn sie duerfte im Finale gegen den Volkstribun , Chavisten und Antisemiten Jean Luc Melenchon antreten .

JJ 08.07.202608:41 Uhr

Womit sie den letzten Sargnagel eingeschlagen hat. Man läßt doch diesen jungen Spund nicht an die Macht. Mutti ist die Größte auch mit Fußfessel.

Macpin 08.07.202607:36 Uhr

Richteg esou Marine, ech wenschen der en top Erfolleg.....

Manfred Reinertz Barriera 07.07.202622:15 Uhr

Die Frau ist in Berufung vor den Kassationsgerichtshof gegangen, deshalb gilt jetzt wieder die Unschuldvermutung...

Guy Mathey 07.07.202622:02 Uhr

Ein verurteilter, faschistischer Vergewaltiger wurde in den USA zum Präsidenten gewählt, folgt jetzt etwa auch Frankreich dem Muster, indem es eine faschistische Kriminelle zum Staatsoberhaupt wählt?
Der eigentliche Skandal beginnt bereits dabei, dass in unserem Nachbarland der RN als eine "normale" Partei betrachtet wird. Dabei müssten all jene Parteien, die nicht alle Menschen als gleichwertig betrachten und von Deportationen fabulieren, zum Schutz von Demokratie und Freiheit verboten werden.

Fraulein Smilla antwortete am 08.07.202613:24 Uhr

Und wie soll man die Waehler verbieten .?

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