Flashback
Bogart-Bacall: Die magischen Momente eines Hollywood-Traumpaars
Das Tageblatt präsentiert in einer losen Filmserie Meisterwerke der Filmgeschichte, die 2026 ein Jubiläum feiern – dieses Mal „The Big Sleep“. Der Hollywoodklassiker von Howard Hawks gehört zu den bedeutendsten Filmen der „Schwarzen Serie“. Dabei spielt die Logik der Handlung nur eine Nebenrolle.
Humphrey Bogart und Lauren Bacall in „The Big Sleep“ Foto: IMDb
In Jean-Luc Godards Nouvelle-Vague-Klassiker „À bout de souffle“ (1960) betrachtet Jean-Paul Belmondo vor einem Kino ein Foto von Humphrey Bogart und streicht mit dem Daumen über seine Oberlippe. Es ist die cineastische Verneigung vor einer Ikone. Bogart (1899-1957) war zu diesem Zeitpunkt, drei Jahre nach seinem Tod, längst ein Mythos geworden. Dazu gehören seine Kleidung ebenso wie seine bevorzugte Zigarettenmarke Chesterfield, sein gelegentlicher Griff ans Ohrläppchen wie auch sein leichtes Lispeln „stiff upper lip“.
Nach seinen Gangsterrollen in den 1930er-Jahren in Filmen wie „The Petrified Forest“ (1935), „Angels With Dirty Faces“ (1938) und „The Roaring Twenties“ (1939) gelang „Bogey“ (auch „Bogie“), so sein Spitzname, in den 40ern der Durchbruch zum Filmstar. Seinen wohl berühmtesten Auftritt hatte er als Rick Blaine in „Casablanca“ (1942). Aber auch seine Rollen in Filmen wie „African Queen“ (1951), für die er 1952 einen Oscar erhielt, oder „The Caine Mutiny“ (1954), für die er nominiert wurde, sind unvergesslich. Das American Film Institute wählte Bogart 1999 zum „größten männlichen amerikanischen Filmstar aller Zeiten“.