Bäume gesucht

Bürger können schützenswerte Bäume ab jetzt selbst melden

Das Umweltministerium ruft Bürger dazu auf, historische und besondere Bäume bis zum 31. Oktober zu melden. Die Kampagne „Eis Beem loosse sech weisen!“ fördert den Schutz schützenswerter „arbres remarquables“. Details gab es am Mittwoch vor einer 300-jährigen Eiche.

300 Jahre alte „arbre remarquable“ Eiche in Moutfort, symbolträchtiger Naturbaum mit historischem Wert

Die als „arbre remarquable“ eingestufte Eiche steht seit 300 Jahren in Moutfort Foto: Editpress/Georges Noesen

Der Platz unter den Bäumen entlang des Feldweges hat eigentlich Filmpotenzial: Eine majestätische Eiche wacht über die Waldlichtung. In der Ferne blühen Rapsfelder leuchtend gelb. Mehrere Personen stehen zwischen den Bäumen – die jahrhundertealte Eiche im Hintergrund. Unter ihnen: Umweltminister Serge Wilmes (CSV) und mehrere Vertreter der Natur- und Forstverwaltung (ANF). Sie stellen die nationale Kampagne „Eis Beem loosse sech weisen!“ vor. Dabei geht es um die Förderung schützenswerter Bäume, der sogenannten „arbres remarquables“.

Bäume stellen einerseits wichtige Biotope dar, andererseits sind sie auch aus historischer und sozialer Perspektive wertvoll. Einen systematischen Schutz dieser Bäume gab es bis zur Anpassung des Naturschutzgesetzes im Jahr 2022 jedoch nicht wirklich, und wenn, dann eher in Bezug auf Denkmalschutz. Im Januar 2025 wurden nun im Rahmen der neuen Gesetzgebung landesweit 242 „arbres remarquables“ mittels Verordnung auf einer Liste festgehalten. Laut Martine Neuberg, Leiterin des „Service Forêt“ zählen hierzu Bäume, die durch ihre räumliche Wirkung, ihre Größe und ihr Alter auffallen oder im Rahmen eines besonderen Ereignisses gepflanzt wurden.

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