Anlaufstelle eingerichtet
CGDIS meldet mutmaßlichen Mobbing-Fall und leitet Untersuchung ein
Das großherzogliche Feuerwehr- und Rettungskorps (CGDIS) gibt einen mutmaßlichen Fall von Mobbing in den eigenen Reihen bekannt. Zuvor hatte es eine parlamentarische Frage zu dem Thema gegeben.
Das CGDIS hält sich mit Einzelheiten zu dem Fall zurück Symbolfoto: Editpress/Julien Garroy
Innerhalb der luxemburgischen Rettungskräfte hat es offenbar einen Fall von Belästigung gegeben. „Der Generaldirektioun vum CGDIS si Meldungen am Zesummenhang mat enger Situatioun vu Mobbing bannent der Organisatioun zur Kenntnis bruecht ginn“, teilt die Organisation am Mittwoch mit.
Derzeit laufe eine gründliche Untersuchung, um den Sachverhalt aufzuklären. Zudem habe das CGDIS mehrere Vorsichts- und Schutzmaßnahmen ergriffen. Ebenso sei eine Anlaufstelle eingerichtet worden, an die sich Personen vertraulich mit Informationen zu diesem oder ähnlichen Vorfällen melden können.
Das CGDIS betont, dass jede Form von Belästigung seinen Werten widerspreche. Nähere Einzelheiten zu dem Fall machte die Organisation zunächst nicht.
Parlamentarische Frage zu Belästigungen
Erst einen Tag vor Veröffentlichung der Mitteilung hatte die Abgeordnete Josée Lorsché ("déi gréng") sich in einer parlamentarischen Anfrage an Innenminister Léon Gloden (CSV) nach Maßnahmen zur Bekämpfung von Belästigung beim CGDIS erkundigt. „Nach unseren Informationen wurde kürzlich eine interne Mitteilung an die Mitglieder des CGDIS versandt, in der auf Meldungen über 'einen äußerst schwerwiegenden Fall von Belästigung' innerhalb des CGDIS hingewiesen wurde“, schreibt die Abgeordnete. Und erklärt, dass daraufhin vorläufige Maßnahmen ergriffen worden seien und eine interne Untersuchung eingeleitet wurde, „um den Sachverhalt aufzuklären.“
In ihrer Anfrage erkundigt Josée Lorsché sich unter anderem nach dem Datum, an dem der mutmaßliche Fall von Belästigung zum ersten Mal gemeldet wurde, und welche Maßnahmen das CGDIS zu welchem Zeitpunkt ergriffen hat. Eine Antwort von Minister Léon Gloden auf die Anfrage von Dienstag steht noch aus. (tis/sas)