Explosionen im Pfaffenthal vor 50 Jahren

„Cinémathèque“ zeigt Dokumentarfilm zur Katastrophe von 1976

Am 30. Mai 1976 kamen bei mehreren Explosionen im Pfaffenthal drei Menschen ums Leben. Die „Cinémathèque“ zeigt nun am 17. November im „Cercle Cité“ einen Dokumentarfilm über eine der schlimmsten Katastrophen der Luxemburger Nachkriegszeit.

Die Tageblatt-Ausgabe vom 1. Juni 1976 – also zwei Tage nach der Katastrophe

Die Tageblatt-Ausgabe vom 1. Juni 1976 – also zwei Tage nach der Katastrophe Foto: Editpress-Archiv

Drei Menschen starben vor mehr als 50 Jahren, am 30. Mai 1976, bei einer Reihe von Explosionen im Hauptstadtviertel Pfaffenthal. Weitere Menschen wurden verletzt, ganze Häuserfronten zerstört. Über 100 Bewohnerinnen und Bewohner verloren innerhalb weniger Minuten ihr Zuhause. Dämpfe von irrtümlicherweise in die Abwasserkanalisation geleitetem Benzin wurden später als Ursache für die Explosionen ausgemacht.

Geschichte aus erster Hand

Der luxemburgische Dokumentarfilm „D’Katastroph“ von Regisseur Claude Pauly hält eine der schlimmsten Katastrophen der Nachkriegszeit im Großherzogtum fest. Der Film zeigt originale Dokumente und Interviews mit Zeitzeugen. Im Juni wurde die 48 Minuten lange Doku erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und wird nun am 17. November um 19 Uhr noch einmal von der „Cinémathèque“ im Cercle Cité gezeigt.

Beim „Interesseveräin Pafendall-Sichenhaff“ – der den Film produziert hat – hofft man, durch die erneute Vorstellung weitere Zeitzeugen zu finden. „Also Menschen, die damals ‚auswanderten‘, weil sie keine Wohnung mehr im ‚Dällchen‘ fanden oder ihnen der Wiederaufbau zu lange dauerte“, erklärt Jean-André Stammet, amtierender Sekretär des „Syndicat d’intérêts locaux Pfaffenthal-Siechenhof“ (SILPS). Der Dokumentarfilm könnte später um die Aussagen dieser Zeitzeugen ergänzt werden. Informationen zu der Vorstellung gibt es unter cinematheque.lu. (sas)

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