Filmgeschichte
Das doppelte Amerika: Sergio Leones „Il buono, il brutto, il cattivo“ und der Italo-Western
Das Tageblatt präsentiert in einer losen Film-Serie Meisterwerke der Filmgeschichte, die 2026 ein Jubiläum feiern – dieses Mal „Il buono, il brutto, il cattivo“ („Zwei glorreiche Halunken“) von Sergio Leone aus dem Jahr 1966, ein Italo-Western par excellence, der nicht zuletzt über das Europa-Bild der Europäer Aufschluss gibt.
Clint Eastwood als der „Blonde“ und „Mann ohne Namen“ Foto: IMDb
New Mexico zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs: eine verwitterte, felsige Landschaft. Plötzlich das Gesicht eines Mannes. Er kneift die Augen zusammen und sucht die Umgebung ab. Ihm treten zwei andere Gestalten entgegen. Auftragskiller Sentenza (Lee Van Cleef) ist auf der Suche nach einem Soldaten, der die Kasse der Südstaatenarmee veruntreut haben soll und nun auf der Flucht ist. Ein Informant bietet Sentenza tausend Dollar, dass er seinen Auftraggeber tötet und nicht ihn. Doch Sentenza erschießt den Informanten vor dessen Familie und nimmt die tausend Dollar. Daraufhin kassiert er vom Auftraggeber seinen Lohn und erschießt auch ihn.