Luxemburg
Nach Schließung von Kaiffer-Metzgerei: Diese Probleme gibt es im Garer Quartier
Die Metzgerei Kaiffer hat nach nur vier Jahren ihre Filiale im Luxemburger Bahnhofsviertel geschlossen. Wie groß sind die Probleme dort für Geschäftstätige wirklich?
Gilbert Schilling (links) und Turee führen Geschäfte im Luxemburger Bahnhofsviertel. Dort hat die Metzgerei Kaiffer nach nu vier Jahren zugemacht
„Es ist schwer, hier ein Geschäft zu führen.“ Das sagt eine Geschäftsfrau in der rue Jean Origer im Bahnhofsviertel. Fünf Gebäude in der Straße stehen mittlerweile leer. Dafür gebe es mehrere Gründe, wie Inhaber vor Ort dem Tageblatt erklären.
Anne Kaiffer führte bis vor kurzem selbst eine Metzgerei in der Straße. Die Frau, die für die DP im städtischen Gemeinderat sitzt, entschied sich, ihr 2022 eröffnetes Geschäft zum 10. April aufzugeben. Sie gab gegenüber dem Wort an, wirtschaftliche Gründe hätten sie dazu bewogen. Steigender Leerstand reduziere die Anzahl der Besucher des Viertels und somit die der potenziellen Kunden. Auch die Entwicklung des Bahnhofsviertels sei ein Problem. Regelmäßig hätte sie vor ihrer Eingangstür Erbrochenes und Müll vorgefunden. Sie glaube daher nicht mehr an das Bahnhofsviertel. Kaiffer ergänzte ihre Aussagen im Interview mit dem Radiosender 100,7 am Tag danach: Es sei nicht nur das Bahnhofsviertel betroffen, sondern Geschäftsleute hätten es überall in der Hauptstadt schwer.