Ausbau der Tram

Finanzprojekt vorgelegt: Die Tram soll ab 2033 das Krankenhaus CHL ansteuern

Die geplante Tramstrecke entlang der route d‘Arlon soll das „Centre hospitalier de Luxembourg“ (CHL) besser anbinden und das Verkehrsaufkommen im Westen der Hauptstadt entlasten. Die Regierung hat nun das Finanzierungsprojekt vorgelegt.

Baustelle der CHL-Tram-Erweiterung mit zukünftiger oberirdischer Tram-Haltestelle im urbanen Umfeld

Derzeit wird noch an der Erweiterung des CHL gebaut. In Zukunft soll die Tram an dieser Stelle aus dem Untergrund auftauchen. Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Die Tram rollt seit fast zehn Jahren wieder durch die Hauptstadt und transportiert 125.000 Passagiere. Jeden Tag. Bis 2035 sollen es 300.000 werden. Die Mobilitätsministerin Yuriko Backes (DP) hat am vergangenen Freitag den Gesetzentwurf zum Bau der neuen Straßenbahnstrecke entlang der route d’Arlon in Luxemburg eingereicht. Den Plänen zufolge soll die Tram auf 2,1 Kilometern Gleis den zukünftigen Verkehrsknotenpunkt am „Centre hospitalier de Luxembourg“ (CHL) mit der place de l’Étoile („Stäreplaz“) verbinden. Ein 600 Meter langer Streckenabschnitt zwischen der rue des Foyers und der Straße Val Fleuri wird dabei unterirdisch verlaufen. Offiziell soll dadurch eine hochwertige Gestaltung des öffentlichen Raums erreicht werden, ohne auf angrenzende Privatgrundstücke überzugreifen.

Ursprünglich war vorgesehen, die neue Tramstrecke oberirdisch zu bauen. Dafür wäre der Kauf von Grundstücken mit einer Gesamtfläche von rund 2.000 Quadratmetern notwendig gewesen. Für die nun vorliegende Tunnelvariante wird hingegen weniger als die Hälfte benötigt. Der Bau wird dafür teurer. Der Gesetzentwurf mit der Nummer 8688 sieht vor, dass der Staat sich mit bis zu 114 Millionen Euro am Projekt beteiligt. Weitere 57 Millionen werden von der Hauptstadt gestellt, wodurch sich die Gesamtkosten auf derzeit 171 Millionen Euro belaufen. Im September 2024 wurde das Projekt noch auf rund 140 Millionen Euro beziffert.

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