„Stehen unter Zeitdruck“
Kreisverkehr Potaschberg droht der Verkehrskollaps
Der Verkehr in Grevenmacher nimmt immer stärker zu. Einer Studie zufolge könnten die Straßen in Zukunft überlastet sein. Staat und Stadt wissen um die Problematik. Lösungen sind jedoch nicht leicht umzusetzen.
Ein gewohntes Bild: Stau im Grevenmacher Berufsverkehr Foto: Editpress/Julien Garroy
Autofahrer in Grevenmacher brauchen oft Geduld. Berufsverkehr sorgt morgens und abends für Stau. Die Stadt an der Mosel wächst in Zukunft weiter, neue Wohn- und Gewerbegebiete locken weitere Beschäftigte an. Mehrere Projekte sind geplant. Abhängig davon, wie viele realisiert werden, würde die Zahl der Arbeitnehmer in Grevenmacher um zwischen 6.000 und 18.000 steigen. Eine Studie über den regionalen Verkehr, die am Freitag im Gemeinderat durch Mitarbeiter von Tramp sowie Luxplan präsentiert wurde, kommt zu diesem Schluss.
Die Studie zählte 2018 den Verkehr an sieben Punkten in Grevenmacher. Dementsprechend seien die Zahlen mittlerweile veraltet. „Die Studie wurde vor Covid nur dem Schöffenrat vorgestellt und die Präsentation vor dem Gemeinderat danach vergessen“, antwortete Bürgermeisterin Monique Hermes (CSV) auf Tageblatt-Nachfrage. Erst jetzt sei das aufgefallen und nachgeholt worden. Dennoch zeigte sich während der Präsentation im Gemeinderat eines: Das Fahrzeugaufkommen in Grevenmacher steigt. Sollten sämtliche Bereiche, die im Bebauungsplan verzeichnet sind, tatsächlich dementsprechend entwickelt werden, steigt laut Studie die Zahl der Pkw-Fahrten pro Tag um fast 110.000, darunter etwa 5.000 Lkws.