Nach tödlichem Unfall auf der N15
Neuer Streckenradar zwischen Niederfeulen und Fuussekaul wird am Montag „scharf“ gestellt
Der neue Streckenradar auf der N15 zwischen Niederfeulen und Fuussekaul wird am 18. Mai „scharf“ gestellt. Nach der abgeschlossenen Testphase werden nun Geschwindigkeitsüberschreitungen mit Bußgeldern geahndet. Ziel ist mehr Verkehrssicherheit auf der „Belgien-Achse“ nach einem schweren Unfall im Jahr 2025.
Ein neuer Abschnittsradar misst auf der N15 zwischen Niederfeulen und Hiederscheid die Geschwindigkeit der Fahrzeuge Foto: Editpresss/ Lisa Goedert
Der Abschnittsradar auf der Nationalstraße N15 zwischen Niederfeulen und Fuussekaul geht am 18. Mai 2026 offiziell in Betrieb. Verstöße gegen das Tempolimit auf diesem Teil der „Belgien-Achse“ (Ettelbruck – Bastogne) werden ab diesem Stichtag mit Bußgeldern geahndet.
Neuer Radar blitzt auf der N15 in Luxemburg
Wie das Mobilitätsministerium und die Straßenbauverwaltung in einer gemeinsamen Pressemitteilung verkündeten, endet damit die zuvor laufende Testphase des Systems. Der Radar war seit dem 30. März zunächst ohne Strafwirkung in Betrieb. In dieser Zeit wurden keine Bußgelder verhängt. Alle erfassten Daten und Bilder wurden anschließend wieder gelöscht.
Der Direktor der Straßenbauverwaltung, Roland Fox, hatte bereits während der Testphase angedeutet, dass der „scharfe Betrieb“ noch vor den Pfingstferien starten könnte.

Am 1. September 2025 starben fünf Personen nach einer Frontalkollision auf der N15. Trauernde haben an der Unfallstelle eine Gedenkstätte errichtet. Editpress/Lisa Goedert
Der Abschnittsradar misst nicht die Geschwindigkeit an einem einzelnen Punkt, sondern berechnet die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Fahrzeugs über eine Strecke von mehr als drei Kilometern. Er kontrolliert beide Fahrtrichtungen. Auf dem Abschnitt gilt weiterhin eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. Bei der Auswertung wird eine Toleranz berücksichtigt: Unter 100 km/h werden drei km/h abgezogen, über 100 km/h drei Prozent.
Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der Verkehrssicherheit auf der Strecke. Anfang September des vergangenen Jahres hatte sich dort ein schwerer Unfall mit fünf Todesopfern ereignet.