Risse im Haus
Regierung stellt klar: Es gibt keine Hilfen, wenn das Haus bröckelt
Klimabedingte Risse machten Häuser in Esch unbewohnbar. Gleichzeitig gibt es für betroffene Eigentümer weder finanzielle Hilfen noch eine Notunterkunft. Ein Vergleich mit dem Ausland zeigt deutliche Unterschiede in der Handhabung.
Risse machten zwei Häuser in Esch unbewohnbar Foto: Editpress/Alain Rischard
Wenn das Eigenheim aufgrund von klimabedingten Veränderungen im Fundament birst und unbewohnbar wird, ist keine öffentliche Hilfe vorgesehen. Das stellte Logement-Minister Claude Meisch (DP) am Dienstag in einer Antwort an die ehemaligen Abgeordneten Marc Baum und David Wagner („déi Lénk“) klar. Die Escher Gemeinde verwehrte vier Familien im Juli 2026 kurzfristig per Räumungsbeschluss den Zugang zu ihren eigenen Wohnungen. Dies aus Sicherheitsgründen, da die Stabilität der Häuser durch trockenheitsbedingte Risse gefährdet war. Die Betroffenen mussten daraufhin selbst eine Notunterkunft organisieren. Zwei Familien kamen kurzfristig im Hotel unter.