Stadtentwicklung

Sozialbericht zeigt klare Nord-Süd-Kluft in Düdelingen

Der erste Sozialbericht („Observatoire social“) der Südgemeinde deckt lokale Ungleichheiten auf und liefert wichtige Erkenntnisse für die gezielte Stadtentwicklung. Am Dienstag stellten Forscher des Liser die Ergebnisse vor.

Gemeindevertreter und Liser-Forscher bei Pressekonferenz am Dienstag, Austausch zu regionalen Forschungsergebnissen

Die Gemeindevertreter und die Forscher des Liser bei der Pressekonferenz am Dienstag Foto: Editpress/Alain Rischard

Das „Luxembourg Institute of Socio-Economic Research“ (Liser) sammelt im Rahmen des sogenannten „Observatoire social“ zahlreiche Daten von Verwaltungen, um die sozialen Gegebenheiten auf Gemeindeebene zu untersuchen. Dadurch sollen verschiedene Rahmenbedingungen, z.B. Wohnkosten, Verkehrsanbindungen oder der Zugang zu Bildung, Sport, Gesundheit und Kultur klarer werden. Dies soll wiederum mehr Verständnis in der Stadtentwicklung schaffen und gegebenenfalls Ungleichheiten aufdecken. Gemeinden wie Luxemburg, Esch/Alzette und Schifflingen finanzieren schon länger einen derartigen Sozialbericht. Im Juli 2024 genehmigte auch der Düdelinger Gemeinderat einstimmig eine Konvention mit dem Liser zur Durchführung des „Observatoire social“. Kostenpunkt: rund 153.000 Euro zzgl. Steuern. Am Dienstagnachmittag stellten die Gemeinde und die Autoren des Liser die Ergebnisse des 292-seitigen Sozialberichts der Presse vor.

Frédric Durand (Liser) sagte, das Forschungsinstitut habe dafür auf Daten aus den Jahren 2023 und 2024 zurückgegriffen. Das „Observatoire social“ erfülle damit die Funktion einer Datenplattform, mit der die städtischen Herausforderungen identifiziert werden könnten. Den Zahlen zufolge gibt es in Düdelingen rund 10.300 Arbeitsplätze, von denen knapp über die Hälfte (5.652) von Pendlern aus dem Ausland bezogen werden. Vor diesem Hintergrund sprach Laurent Pacht (Liser) von einem großen Anziehungsgebiet, das weit über die Landesgrenzen hinausgehe.

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