In Luxemburgs Kinos

Wie Lee Cronin mit „The Mummy“ ein mumifiziertes Hollywoodgenre zum Leben erweckt

Mit „The Mummy“ bringt Lee Cronin Mumien zurück auf die große Leinwand. Ob das Comeback gelingt – und wer den Gang ins Kino meiden sollte.

Szene aus „The Mummy“: Jahre nach ihrem Verschwinden wird Katie (Nathalie Grace) in einem Sarkophag wiedergefunden

Szene aus „The Mummy“: Jahre nach ihrem Verschwinden wird Katie (Nathalie Grace) in einem Sarkophag wiedergefunden Quelle: imdb.com

Die Sonne drückte und eigentlich waren das keine Bedingungen, unter denen man freiwillig ins Kino geht. Trotzdem war genau der Sommer 1999 der Moment, in dem mich das Kinofieber zum ersten Mal packte. Damals, als Brendan Fraser in „Die Mumie“ auf der Leinwand erschien. Eindrucksvolle Bilder, Abenteuer, ein Hauch Nostalgie. „The Mummy“ von Lee Cronin hat damit nichts gemein.

Meine anfängliche Haltung war geprägt von einer gewissen Arroganz. Dieses Gefühl von „Ich habe schon alles gesehen“ hat mich im Kinosessel begleitet. Ich war überzeugt, dass mich ein weiteres klassisches Archäologen-Szenario erwartet, das ich gedanklich schon vor dem Abspann auseinandernehmen würde. Doch diese Erwartung wurde schnell entkräftet. Stattdessen wurde ich mit einem kompromisslosen Horrorfilm konfrontiert, bei dem selbst erfahrene Genre-Fans fasst an ihre Grenzen stoßen.

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