Schulden und Sühne
Wie Luxemburgs Gemeinden es mit dem Geld halten
Die Verschuldung der luxemburgischen Gemeinden bleibt hoch – und dürfte weiter steigen. Ein Überblick.
Kommunale Schulden sollen laut Innenminister Léon Gloden (CSV) zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten benutzt werden Foto: Editpress/Alain Rischard
Welche Gemeinden haben viele Schulden? Und bei welchen sind es weniger? Das wollte der Abgeordnete Marc Lies (CSV) in einer parlamentarischen Frage wissen. Die Antwort von Innenminister Léon Gloden (CSV) zeigt: Die Verschuldung der luxemburgischen Gemeinden bleibt hoch – und dürfte weiter steigen. Insgesamt belief sich die kommunale Gesamtverschuldung Anfang Februar 2026 auf rund 1,55 Milliarden Euro. Gleichzeitig planen zahlreiche Gemeinden, neue Kredite aufzunehmen: Für das laufende Jahr sind zusätzliche Darlehen von knapp 679 Millionen Euro vorgesehen.
Die Unterschiede zwischen den Gemeinden sind dabei erheblich. Während einige Kommunen praktisch schuldenfrei sind, tragen andere hohe Lasten in zweistelliger Millionenhöhe. Zu beachten ist, dass eine Kommune, die 2026 einen großen Kredit aufnimmt, nicht automatisch schlecht wirtschaftet oder generell eine hohe Schuldenlast hat. Es ist möglich, dass für 2026 ein außergewöhnlich großes Infrastrukturprojekt im Budget steht. Auch die Einwohnerzahl sollte bei der Bewertung in Betracht gezogen werden.
„Die kommunalen Schulden dienen der Finanzierung der Infrastruktur und dürfen nicht zur Deckung von laufenden Kosten verwendet werden“, schreibt Gloden in seiner Antwort. Neue Kredite werden nur genehmigt, wenn die Rückzahlung über den ordentlichen Haushalt gesichert ist.