Pride Month
Sanem bekräftigt Unterstützung für LGBTIQ+ mit neuer Regenbogenbank
Mit einer Regenbogenbank vor dem Rathaus in Beles bekräftigt Sanem sein Engagement für die LGBTIQ+-Gemeinschaft. Die Gemeinde reagiert damit auch auf Vorfälle in Niederanven.
Die Bank in Regenbogenfarben ist ein Zeichen für Gleichberechtigung, Respekt und Vielfalt in der Gemeinde Sanem Foto: Gemeinde Sanem
Eine Bank in Regenbogenfarben soll in Sanem ein Zeichen für Gleichberechtigung, Respekt und Vielfalt setzen. Zum Auftakt des Pride Month unterstreicht die Gemeinde mit dieser Maßnahme ihr Engagement für die LGBTIQ+-Gemeinschaft. Die Bank befindet sich neben dem Rathaus in Beles.
„Diese Bank ist mehr als nur ein einfaches Stadtmöbelstück, sie soll eine klare Botschaft vermitteln: Sanem ist ein Ort, an dem jeder das Recht hat, ganz frei und sicher er selbst zu sein“, schreibt die Gemeinde am Mittwoch auf ihrer Webseite.
Sanem setzt sich nach eigenen Angaben seit mehreren Jahren für Inklusion ein. So hat die Gemeinde sich 2021 zur „LGBTIQ+-Freedom Zone“ erklärt, 2024 das Matgesfeld in Beles zum „Safe Space“ ernannt und zwei Fußgängerüberwege in Regenbogenfarben gestaltet. Mit diesen Maßnahmen wolle die Gemeinde „Sichtbarkeit und Dialog fördern, offen handeln und solidarisch mit denen sein, die unsere Unterstützung brauchen“.
Reaktion auf Vandalismus in Niederanven
Wie die LSAP-Bürgermeisterin Simone Asselborn-Bintz auf Tageblatt-Nachfrage mitteilt, ist die Aktion „auch eine Reaktion, um Niederanven zu unterstützen“. Dort kam es im April zu einer Welle von Hasskommentaren und Vandalismus, nachdem ein Fahrradweg in Regenbogenfarben gestrichen worden war.
Auch Sanem machte bereits ähnliche Erfahrungen. Nach Angaben von Asselborn-Bintz wurden im vergangenen Jahr Schilder beschädigt, die im Zuge der Pride-Week aufgestellt worden waren. Zudem sah sich die Gemeinde mit heftigen Reaktionen in den sozialen Medien konfrontiert. An ihrer Haltung ändere dies jedoch nichts, betont Asselborn-Bintz: „Wir stehen dazu und werden weiterhin Dinge tun, die das auch nach außen zeigen.“ Sollte auf die Bank ein „Shitstorm“ folgen, werde die Gemeinde darauf reagieren. „Man soll nicht aufgeben und zeigen, zu welchen Werten man steht“, sagt die Bürgermeisterin.