„Heures silencieuses“

Wie der Besuch im Supermarkt erträglicher wird

Die „heures silencieuses“ im Einzelhandel und in der Gastronomie schützen empfindliche Menschen vor Reizüberflutung. Das Familienministerium fördert die Initiative und ruft zu gedimmtem Licht und ausgeschalteter Musik auf – zum Wohlbefinden von Kunden und Mitarbeitenden.

Véronique Schmitt, Max Hahn, Janssen Liu und Cédric Gonnet bei Veranstaltung der Familienminister und Luxembourg Confederation mit Cactus

Véronique Schmitt (Cactus), Familienminister Max Hahn (DP), Janssen Liu („Luxembourg Confederation“), Cédric Gonnet (Cactus) Foto: Editpress/Alain Rischard

Für die einen ist Einkaufen eine Art zu entspannen, für die anderen die reinste Tortur. In den vergangenen Jahrzehnten wurden kleine Läden zunehmend durch Supermärkte ersetzt. Gleichzeitig sorgen große Einkaufsflächen für Reizüberflutung: Bildschirme flackern, Produkte werden angestrahlt, zahlreiche Kunden laufen kreuz und quer und Musik in Dauerschleife trällert Ambiente vor.

Vor diesem Hintergrund fand am Donnerstagnachmittag im Lallinger Cactus und in Anwesenheit des Familienministers Max Hahn (DP) eine Pressekonferenz zu den sogenannten stillen Stunden, den „heures silencieuses“, statt. Dienstags und donnerstags werden im Lallinger Supermarkt während zwei Stunden die Lichter gedimmt sowie Musik und Bildschirme abgeschaltet. Die Cactus-Gruppe hat laut Betriebsleiter Cédric Gonnet vor zwei Jahren erste Tests zu dem Vorhaben durchgeführt. Seitdem sei das systematische Herunterfahren der Elektronik optimiert worden.

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