Ausstellung in Düdelingen
„Nuclear Paradise“ zeigt die widersprüchliche Realität der atomaren Vergangenheit von Hao
Wie erzählt man eine Geschichte, die gleichzeitig Fortschritt, Verlust und Nostalgie umfasst? Die Ausstellung „Nuclear Paradise“ nähert sich dieser Frage über Fotografie, Forschung und persönliche Erzählungen – und zeichnet ein differenziertes Bild der atomaren Vergangenheit eines polynesischen Atolls und ihrer Spuren bis in die Gegenwart.
Lis Kayser und Laurent Sturm beim Überreichen der Bücher an die Familien auf Hao im August 2026 Foto: Laurent Sturm
Hao.
Ein Atoll in Französisch-Polynesien, das auf der mentalen Weltkarte der wenigsten Menschen auftaucht. Und doch war es jahrzehntelang ein neuralgischer Punkt globaler Machtpolitik als logistische Drehscheibe des französischen Atomprogramms im Pazifik, Durchgangsort für Tausende Soldaten, Projektionsfläche für Fortschritt, Kontrolle und koloniale Versprechen. Heute ist davon das meiste verschwunden – und doch ist vieles übrig geblieben.