Staatsfinanzen
Ausgaben steigen auch Anfang 2026 weiter deutlich schneller als Einnahmen
Die Situation bei den Luxemburger Staatsfinanzen ist auch Anfang 2026 nicht dabei, sich zu verbessern: In den ersten drei Monaten hat der Zentralstaat bei den Einnahmen ein Plus von 4,5 Prozent verbucht, während die Ausgaben um deutlich höhere 8,6 Prozent zugelegt haben.
Zu Beginn 2026 sieht das Finanzministerium „eine gute Dynamik bei den Ausgaben“ Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Die Zeiten, in denen die Luxemburger Staatsfinanzen als Musterbeispiel einer guten Haushaltsführung galten, sind bereits seit Jahren vorbei. Seit der Finanzkrise von 2008 hat das Land fast jedes Jahr neue Schulden aufnehmen müssen, um die stetigen Defizite beim Zentralstaat zu decken, unabhängig davon, ob es Krisen zu bewältigen gab oder nicht.
In den ersten drei Monaten dieses Jahres hat sich dieser Trend nun weiter fortgesetzt, wie die neusten Zahlen, die Finanzminister Gilles Roth den Abgeordneten in der „Commission des finances et du budget“ vorgelegt hat, zeigen. Die Ausgaben „verzeichnen weiterhin eine gute Dynamik“, schreibt das Finanzministerium. Sie haben zwischen Januar und März um 619 Millionen Euro (oder 8,6 Prozent), verglichen mit dem Vorjahreszeitraum zugelegt. Bei den Einnahmen war das Plus derweil, mit 341 Millionen Euro (oder 4,5 Prozent), deutlich geringer.