Hoch hinaus ging die Fraktion der CSV, um vor Journalisten bei der traditionellen Bilanz vor den Sommerferien nochmals alles aufzuzählen, was die Regierung mit tatkräftiger Unterstützung ihrer parlamentarischen Vertreter alles geleistet hat.
Am Wochenende wurden die in einem Grundsatzabkommen vereinbarten 19 Tripartite-Maßnahmen ausformuliert. Bevor die Vereinbarung am Montagnachmittag unterzeichnet werden konnte, mussten die Gewerkschaftsdelegierten erst ihre Zustimmung geben. Trotz Diskussionen unterstützen alle Gewerkschaftsgremien das Abkommen einstimmig.
Bei der sogenannten „Energie-Tripartite“ wird es vorrangig darum gehen, die durch steigende Erdölpreise getriebene Inflation zu bremsen. Durch effizienteren Klima- und Umweltschutz hätte der Erdölkrise schon in den vergangenen Jahren vorgebeugt werden können.
Luc Friedens CSV stürzt in den Umfragen ab. Die Partei redet von schlechter Kommunikation. Doch ihr Problem sitzt tiefer. Die Menschen verstehen sehr wohl, wofür diese CSV steht. Sie mögen es nur immer weniger.
Kurz vor der Tripartite und dem „Etat de la Nation“ fängt sich die CSV-DP-Regierung eine Abfuhr ein: Laut „Sonndesfro“ hätte die konservativ-liberale Koalition Stand heute keine Mehrheit mehr.
Die CSV lud am Dienstagabend zum Bürgerdialog in Lipperscheid ein. Das Thema „Landwirtschaft und Entwicklung im ländlichen Raum“ stieẞ im Norden von Luxemburg auf so großes Interesse, dass nicht alle Zuschauer einen Sitzplatz fanden.
Die CSV-Basis vertraut Luc Frieden weniger als noch vor zwei Jahren, zwölf Prozent der Delegierten stimmten gegen seine Wiederwahl zum Parteipräsidenten. Auf ihrem Nationalkongress in Ettelbrück inszenierte die CSV sich am Samstag als große Familie. Und der neue Fraktionsvorsitzende Laurent Zeimet feierte seine Rückkehr in die Führungsriege der Partei mit einem Rundumschlag gegen die linke Opposition und die Gewerkschaften.