Öffentlicher Transport

Frauen fahren seltener Rad und fühlen sich in Bahnhöfen unsicherer als Männer

Luxemburgs Mobilitätspolitik hat ein Genderproblem – das zeigen neue Zahlen. Die Regierung hat Maßnahmen angekündigt, konkrete Schritte lassen aber noch auf sich warten.

Frau und Mann nutzen gemeinsam öffentliche Verkehrsmittel in Luxemburg – geschlechtergerechte Transportinfrastruktur sichtbar

Die Nutzung der Transportinfrastruktur in Luxemburg ist auch Geschlechtersache Foto: Tania Feller/Editpress

Laut einer repräsentativen Umfrage aus dem Jahr 2023 nutzen nur 36 Prozent der erwachsenen Frauen in Luxemburg das Fahrrad für alltägliche Wege – bei Männern sind es 54 Prozent. Das geht aus der Antwort von Mobilitätsministerin Yuriko Backes (DP) auf eine parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Claire Delcourt (LSAP) hervor. Frauen wünschen sich demnach vor allem eine klar lesbare und physisch vom übrigen Verkehr getrennte Radinfrastruktur. Das bestehende Netz scheint viele noch nicht zu überzeugen.

Auch in Bahnhöfen zeigt sich ein deutliches Gefälle. Zufriedenheitsumfragen der CFL aus den Jahren 2024 und 2025 belegen, dass sich Frauen dort merklich unsicherer fühlen als Männer. Die Erhebungen werden jährlich durchgeführt und befragen Fahrgäste unter anderem zur wahrgenommenen Sicherheit in Zügen und auf Bahnsteigen.

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