Über vier Monate und 400.000 Euro später rätselt das ganze Land, wie ein solcher Betrug möglich sein konnte. Die Aussagen der Gemeinde und des Bürgermeisters dazu sind teils widersprüchlich. Das Tageblatt hat die Fakten sortiert.
Nach dem Betrugsskandal in Differdingen kritisiert der ehemalige Gemeinderat Gary Diderich („déi Lénk“) die Kommunikation der Gemeinde und verlangt konkrete Maßnahmen, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.
Das Architektenbüro, dessen Server von Betrügern gehackt wurden, hatte Kunden vor dem Angriff gewarnt. Ob auch Differdingen informiert wurde, bleibt offen. Dort entstand ein Schaden von mehr als 400.000 Euro.
400.000 Euro, die die Stadt Differdingen an Betrüger überwiesen hat, sind nicht das einzige Problem mit der Baustelle des neuen Rathauses. Ein kleiner Überblick über derzeitige und frühere Stolpersteine im Dossier Rathaus.
Trotz einer „No Match“-Warnung überwies die Gemeinde Differdingen mehr als 400.000 Euro auf das Konto von Betrügern. Bürgermeister Guy Altmeisch hält die internen Prozeduren dennoch grundsätzlich für sicher.
Der falsche Anruf kann teuer werden. In Differdingen hat er 400.000 Euro gekostet, die Verwaltung ist Betrügern auf den Leim gegangen. Der Staat muss seine Behörden besser schulen und die Prozeduren der heutigen Zeit anpassen.