„2026 ist nicht 2022“

IDEA fordert gezielte Maßnahmen angesichts neuer Energiekrise

In ihrem alljährlichen Bericht untersuchen die Ökonomen der Denkfabrik die wirtschaftliche und gesellschaftliche Lage im Land. Während ausbleibendes Wachstum und steigende Energiepreise Pessimismus schüren, plädiert IDEA für gezielte Hilfen – ohne die Energiewende zu verlangsamen.

Vincent Hein, IDEA-Direktor, besorgt über wirtschaftliches Wachstum in Luxemburg, spricht bei Konferenz zum Thema Wachstumslimitierung

Sorgt sich um ein „Luxemburg ohne Wachstum“: IDEA-Direktor Vincent Hein (Mitte) Foto: Editpress/Hervé Montaigu

„Yesterday“, sang Paul McCartney, „all my troubles seemed so far away“. Das war 1965. Und auch damals war wohl früher schon immer alles besser gewesen.

Weil dieser Songtext aber auch für die Stimmung unter Luxemburgs Entscheidern in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft im Frühjahr 2026 gelten könnte, hat die Stiftung IDEA die siebte Ausgabe ihrer Befragung mit eben diesem nostalgischen Beatles-Zitat überschrieben. „Warum Yesterday? Weil es eine Sehnsucht gibt nach einer goldenen Zeit der luxemburgischen Wirtschaft“, sagt IDEA-Ökonom Jean-Baptiste Nivet. Unter den etwas mehr als hundert Befragten sei ein pessimistischer Blick auf die Lage Luxemburgs und der Welt deutlich weiter verbreitet als noch im vergangenen Jahr, so Nivet. Man fürchtet eine Weltwirtschaftskrise und glaubt kaum an einen dynamischen Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt. Beinahe die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass das Wirtschaftswachstum auch in den kommenden fünf Jahren unter 1,5 Prozent bleiben wird.

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