Drei Tage nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien suchen Rettungskräfte weiter nach Überlebenden. 265 Tote wurden bislang geborgen, fast 500 Menschen gelten noch als vermisst.
Nach dem stärksten Erdbeben seit einem Jahrzehnt läuft in Kolumbien die intensive Suche nach Überlebenden. Teils nur mit bloßen Händen und erschwert durch Stromausfälle gruben Einsatzkräfte und Freiwillige am Dienstag weiter nach Verschütteten. Laut dem Kommunalverband Asocapitales wurden seit dem Unglück vom Montag 169 Todesopfer und mehr als 600 Verletzte gezählt.
Nach dem schweren Erdbeben im Westen Kolumbiens kämpfen die Rettungskräfte weiter um Überlebende. Mindestens 132 Menschen kamen ums Leben, mehr als 570 wurden verletzt.
Lateinamerika rückt weit nach rechts. Der knappe Sieg von Abelardo de la Espriella bei der Stichwahl um die kolumbianische Präsidentschaft am 21. Juni ist ein weiterer Schritt dahin, bestätigt aber auch die Zerrissenheit des Landes in zwei politische Lager. Der designierte Staatschef hat bereits vor seinem Amtsantritt am 7. August die Messer gewetzt.
Der linke Kandidat Ivan Cepeda und der rechte Trump-Bewunderer de la Espriella gewinnen den ersten Wahlgang um die kolumbianische Präsidentschaft. Aus der Stichwahl am 21. Juni wird eine Richtungswahl.
Kolumbiens Präsident Gustavo Petro ist am Freitag als erster ausländischer Staatschef seit der Gefangennahme des langjährigen Präsidenten Nicolás Maduro nach Venezuela gereist. Vereinbart wurde ein gemeinsamer Kampf gegen „Mafias“ an ihrer Grenze.
Der Iran-Krieg führt vielen Ländern derzeit ihre Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas drastisch vor Augen. Im kolumbianischen Karibikküstenort Santa Marta treffen sich kommende Woche Regierungsvertreter aus mehr als 50 Ländern zur ersten internationalen Konferenz für einen Ausstieg aus den Fossilen.