Sonndesfro
Luxemburger wollen weiter Tankrabatt – und mehr Klimaanpassung
In der von RTL und „Wort“ bei Ilres in Auftrag gegebenen „Sonndesfro“ spricht sich eine Mehrheit der Befragten für eine Verlängerung der Tripartite-Maßnahme aus. Luxemburgern im Ausland hingegen soll das Wahlrecht aberkannt werden.
Der Tankrabatt läuft im Dezember aus, eine Mehrheit der Luxemburger wünscht sich jedoch eine Verlängerung Foto: Lennart Preiss/dpa
Bei der Tripartite im Juni hatten sich Regierung und Sozialpartner auf eine Reduzierung der Benzin- und Dieselpreise um fünf Cent geeinigt, um die Folgen der Energiekrise für die Verbraucher abzufedern. Dieser Tankrabatt läuft jedoch zum Ende des Jahres aus. In der „Sonndesfro“-Umfrage von Ilres im Auftrag von RTL und Wort spricht sich nun mit 76 Prozent eine deutliche Mehrheit der Befragten dafür aus, die Reduzierung der Preise auch über den Dezember hinaus beizubehalten. Am meisten Zustimmung findet diese Maßnahme unter Wählern der ADR, am wenigsten bei Anhängern der Grünen, doch auch dort unterstützen den Tankrabatt noch mehr als 55 Prozent.
Der Rekordsommer hat laut Sonntagsfrage hierzulande auch politische Spuren hinterlassen. 90 Prozent der Befragten sind der Meinung, der Staat sollte mehr Geld investieren, um das Land besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen, und damit beispielsweise mehr Bäume pflanzen, Grünflächen anlegen und Flüsse renaturieren. In dieser Frage herrscht außerdem breite Zustimmung über das Parteienspektrum hinweg.
Mehrheit für Begrenzung der Zuwanderung
Deutlich größeren Dissens gibt es bei den Themen Sicherheit und Zuwanderung. Der Frage, ob die Regierung die Zuwanderung nach Luxemburg stärker begrenzen soll, stimmten insgesamt 60 Prozent der Befragten zu, am deutlichsten die Anhänger der ADR. Mehrheitliche Ablehnung gibt es jedoch bei den Wählern von „déi Lénk“ (65 Prozent) und „déi gréng“ (55 Prozent). Insgesamt 87 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, Staat, Polizei und Justiz müssten strenger gegen Personen vorgehen, die Unruhe stiften.
Wenn es um das Wahlrecht von Luxemburgern geht, die zwar einen luxemburgischen Pass besitzen, aber noch nie im Großherzogtum gelebt haben, spricht sich eine Mehrheit der Befragten (65 Prozent) dafür aus, diesen Menschen das Wahlrecht wieder zu entziehen. Eine Frage, die bis in die Parteien hinein zu spalten scheint. Während sich Anhänger von ADR und CSV relativ eindeutig für einen Entzug aussprechen (76 und 67 Prozent), sind es bei der LSAP nur noch 62 Prozent, bei den Grünen halten sich Befürworter des Wahlrechts (46) und Gegner (49 Prozent) beinahe die Waage. (judo)