Olympia

Gu kritisiert Terminplanung: „Mut sollte nicht bestraft werden“

Freestyle-Superstar Eileen Gu hat die Organisatoren der Olympischen Winterspiele wegen Terminüberschneidungen kritisiert. Hintergrund ist die Tatsache, dass sie wegen ihrer Teilnahme am Big-Air-Finale am Montag (ab 19.30 Uhr) das Training in der Halfpipe verpassen wird – Gu startet in gleich drei Wettbewerben.

Freestyle-Skifahrerin Eileen Gu im Stress mit Terminen, Outdoor-Sportlerin in sportlicher Kleidung

Freestyle-Athletin Eileen Gu hat Terminstress Foto: AFP/Jeff Pachoud

„Der Mut, als einzige Frau in drei Disziplinen anzutreten, sollte nicht bestraft werden – das Erreichen des Finales in einer Disziplin sollte mich in einer anderen nicht benachteiligen“, schrieb die 22-Jährige bei Instagram: „Halfpipe unterscheidet sich von Slopestyle und Big Air und erfordert dementsprechend eigene Trainingszeiten.“

Sie habe deshalb „um faire Optionen gebeten“, etwa „ein gemeinsames Training mit den Snowboardern oder wenigstens eine Stunde Training allein“, Erfolg hatte sie damit nicht. Sie bedaure die „harte Haltung“ der FIS. Der Internationale Ski- und Snowboardverband erklärte in einer Stellungnahme, man habe sich „nach Kräften“ bemüht, den unterschiedlichen Bedürfnissen der Athletinnen und Athleten gerecht zu werden, doch Konflikte seien manchmal unvermeidbar.

„Welche Botschaft sendet das an zukünftige Athletinnen und Athleten, die den Skisport in seiner Essenz lieben und in allen Disziplinen antreten wollen? Dieses Problem war völlig vermeidbar“, so Gu. Der in den USA geborene Skistar geht für China an den Start, bei den Winterspielen in Peking 2022 hatte Gu Gold im Big Air- und Halfpipe-Wettbewerb geholt, dazu Silber im Slopestyle. Auch in Mailand/Cortina gewann sie Silber im Slopestyle.

Ähnliche Probleme hatte Ester Ledecka, die 2018 in Pyeongchang bei den Alpinen Gold im Super-G und mit dem Snowboard Gold im Parallel-Riesenslalom geholt hatte. In der Abfahrt konnte die Tschechin in diesem Jahr wegen einer Terminkollision nicht antreten.

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