Handball

HBK-Wille überrascht sorglosen Meister

Dieser Saisonauftakt macht Lust auf mehr: Nach einem spannenden Duell erkämpfte sich Käerjeng am Samstag beim Meister Red Boys einen Punkt (32:32) und sendete damit ein Zeichen an die Konkurrenz, dass der erklärte Favorit auf die Meisterkrone nicht unfehlbar ist.

Käerjengs Handballer haben den Meister überrascht

Käerjengs Handballer haben den Meister überrascht Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

Pascal Schuster, in Käerjeng der neue Mann an der Seitenlinie, freute sich nach dem erfolgreichen Saisonstart seiner Mannschaft, dass der entworfene Matchplan genau befolgt wurde. Das Remis kommt für ihn nicht überraschend: „Ich habe im Training gemerkt, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Heute hat von hinten bis vorne alles gepasst.“

Andere Töne kamen von der Gegenseite, wo die Lockerheit der Anfangsphase mit zunehmender Spielzeit wich und die Anspannung wuchs. „Unser Spiel in der ersten Halbzeit war eine Katastrophe. Die Abstände in der Defensive waren schlecht und wir waren nicht klar im Angriff“, stellte Marc Breser fest. Der Differdinger Trainer haderte während dieser Phase unter anderem mit zwölf Fehlwürfen seiner Schützlinge. „Wir waren Welten von unserem Niveau entfernt. Es hat an allem gefehlt. Selbst im Training ist die Intensität höher.“ Schwer im Magen lag dem Coach eine Szene in der Crunchtime: „In dem Moment einen Lupfer zu riskieren, ist tödlich. Diesen Ball muss man durchziehen“, bedauerte Breser. Ballet war beim Stand von 32:31 in besagter Aktion frei vor HBK-Schlussmann Serasset aufgetaucht und versiebte die mögliche Vorentscheidung.

Serasset 17, Tironzelli 13

Käerjeng überzeugte in der Partie mit einer beweglichen, aggressiven Abwehr, welche die Hausherren vor Aufgaben stellte. Im Positionsangriff, angeführt von dem überragenden Tironzelli, der die Bälle aus dem rechten Rückraum fast nach Belieben versenkte und insgesamt 13 Mal traf, hielt Käerjeng seinen Gegner bis in die Schlussminuten auf Distanz. Der 27-Jährige stand nach zwei Jahren erstmals in einem Punktspiel wieder auf der Platte.

Keeper Serasset liefere ein starkes Spiel

Keeper Serasset liefere ein starkes Spiel Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

Der andere Schlüssel zum Käerjenger Punktgewinn stand zwischen den Pfosten. Serasset hatte einen bärenstarken Tag erwischt und parierte insgesamt 17 Bälle, teils in Eins-gegen-eins-Situationen.

Nachdem Käerjeng zur Halbzeit mit 20:15 führte, wurde die zweite Hälfte zum Nervenkrimi. Die Red Boys kamen Tor um Tor heran und gingen in der 55. Minute erstmals in Führung (31:30). Tironzelli glich mit seinem 13. Treffer zum 31:31 aus, dann brachte Tako seine Farben per Siebenmeter erneut in Front. Jokic übernahm Verantwortung und wühlte sich zum mehr als verdienten Ausgleich durch. „Die Jungs haben mit der richtigen Körpersprache heute Charakter gezeigt und sind belohnt worden“, freute sich Schuster.

Statistik

Red Boys: Felici (1-46‘, 11 Paraden, davon 1 7m), Garcia (46-60‘, 2 P.), Jarrar - Peltier 1, Ballet 4 , I. Goedert 2, Jean Louis 5, Ouzrour, Nanque 1, Rac 6, Tako 10/5, Moualek 3, Leleux, Guerreiro, Murera, Dias

Käerjeng: Serasset (1-60‘, 17 Paraden, 1 Tor), Poncelet (bei 1 7m) - Picco 2, Tironzelli 13, Veidig 1, Huberty 2, Jokic 6, Hodzic 1, Gomes, Kouni, Reta 3, Pamart 1, Ahossi, Di Nicola 2, Ferreira, Riggio

Schiedsrichter: Hoffmann/Manderscheid

Zeitstrafen: Red Boys 7 - Käerjeng 4

Rote Karte: Nanque (59‘, dritte Zeitstrafe)

Siebenmeter: Red Boys 5/5 - Käerjeng 0/1

Zwischenstände: 5‘ 2:4, 10‘ 5:6, 15‘ 6:11, 20‘ 7:13, 25‘ 10:16, 30‘ 15:20, 35‘ 18:22, 40‘ 21:24, 45‘ 24:26, 50‘ 27:29, 55‘ 31:30

Zuschauer: 613 zahlende

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