Basketball-Pokal

Musel Pikes zünden Feuerwerk im Schlussviertel

Lange Zeit ließ der Klassenunterschied zwischen Mamer und den Musel Pikes auf sich warten. Im Schlussviertel konnte der Vertreter der Nationale 2 dem eingeschlagenen Rhythmus nicht mehr standhalten und musste den Gästen den Vortritt überlassen.

Die Musel Pikes um Profi-Spieler Johnson ziehen souverän ins Viertelfinale ein

Die Musel Pikes um Profi-Spieler Johnson ziehen souverän ins Viertelfinale ein Foto: Editpress/Fernand Konnen

In der Meisterschaft läuft es für den Absteiger Mamer bisher nicht so rund. Allerdings hat die Mambra im Pokal, mit dem Racing, schon einen Vertreter der Enovos League ausgeschaltet. Gegen die Musel Pikes hoffte also das lokale Team auf eine Wiederholung auf diesem Niveau.

Der Beginn der Partie war jedoch etwas chaotisch auf beiden Seiten. Durch Winn konnte Mamer dann sogar seinen Vorsprung leicht ausbauen (20:8), ehe die Musel Pikes etwas in Fahrt kamen. Ein 8:0-Lauf der Gäste, die zu diesem Zeitpunkt nur die Hälfte ihrer Freiwürfe verwandelten, zwang Coach Stipanovic zu einer ersten Auszeit. Mamer konnte, trotz einer offensiven Schwäche unter dem gegnerischen Korb, die Moselaner etwas in ihrem Elan stoppen, aber nach neun Minuten war der Zehn-Punkte-Bonus aufgebraucht. Die Musel Pikes suchten immer wieder ihre Distanzschützen Streef, Bouttet und Lanners. Mit Erfolg, denn die Gäste schienen jetzt davon zu ziehen. Aber Almeida und Winn stemmten sich dagegen und konnten wieder in Front gehen (31:29). Bis zur Pause verlief die Begegnung nun auf Augenhöhe, sodass bei Halbzeit noch keine Entscheidung gefallen war.

Auch das dritte Viertel verlief weitgehend ausgeglichen. Bis zur 29. Minute war Mamer auf Tuchfühlung mit den Gästen (48:50). Erst dann wurde der Klassenunterschied deutlich. Der Ex-Ettelbrücker Oliver Schneider musste den Unterschied neidlos anerkennen. „Wir sind richtig eingebrochen. Ihre Zone hat uns den Rest gegeben. Auf diesem Niveau geht alles schneller. Wir sind noch ein junges Team und spielen in dieser Konstellation erst einen Monat zusammen. Aber es geht langsam besser.“

Statistik

„T“-Bestnote: Sam Streef (Musel Pikes)

Viertel: 24:25, 13:14, 11:17, 9:18

Mamer (+10): Pellegrino 13, Almeida 13, Winn 10, Clees 6, Schneider 4, Bourgoignie 4, Bedirhanoglu 0, McLeod 0, Reisdorffer 0, Murray 0

Musel Pikes: Hammond 18, Streef 18, Bouttet 16, Johnson 13, Sanna 6, Lanners 3, Mustafic 0, Schanen Sar 0, Schenk 0

Schiedsrichter: Ntasis/Dragusic

Zuschauer: 70 zahlende

Mamer bricht zum Schluss ein

Bei Mamer war jetzt Funkstille während sieben Minuten, derweil die Musel Pikes das Tempo richtig anzogen. Ihre Zonenverteidigung versperrte dem Mamer Team gänzlich den Weg zum Korb und in der Offensive feuerten die Gäste jetzt ein wahres Festival an Dreiern ab. Das Fazit dieses Runs: ein krasses 18:0 und damit die definitive Entscheidung in diesem Pokalspiel.

Die Musel Pikes konnten sich über einen zweiten Erfolg innerhalb einiger Tage freuen, ein Wehrmutstropfen stellt jedoch die Verletzung von Julian Hammond dar. „Wir mussten unseren Rhythmus in einem Mittwochsspiel erst finden. Trotzdem sind wir das erste Viertel gut angegangen, auch wenn wir in der Folge etwas nachgelassen haben“, so ein ganz aktiver Johan Bouttet. „Zum Schluss hat unsere Defensive in Schwierigkeiten und vorn haben wir extrem gut getroffen. Dies ist gut für die Moral. Bei beiden Siegen hatten wir einige Downs, die gilt es jetzt gegen Steinsel abzustellen.“

Im Überblick

Coupe de Luxembourg, Achtelfinale:

Am Dienstag:

Diekirch (+20) - Bartringen 74:113

North Fox (+10) - Esch 68:90

Am Mittwoch:

BC Mess (+10) - Fels 67:81

Walferdingen - Hostert 92:71

Mamer (+10) - Musel Pikes 57:74

Heffingen (+10) - Kordall 75:79

Am Donnerstag:

20.00: Hesperingen (+20) - Düdelingen

20.30: Steinsel - Ettelbrück

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