Tour de France

Niederländer Olav Kooij gewinnt die 5. Etappe im Sprint in Pau

Der Niederländer Olav Kooij (Decathlon CMA CGM) hat am Mittwoch die fünfte Etappe der Tour de France mit Ziel in Pau gewonnen. Er setzte sich nach einem chaotischen Massensprint durch, der im Finale von mehreren Stürzen geprägt war.

Olav Kooij feiert jubelnd seinen ersten Tour de France-Etappensieg in Pau am Mittwoch

Olav Kooij bejubelte am Mittwoch in Pau seinen ersten Tour-de-France-Etappensieg Foto: AFP/Jeff Pachoud

Olav Kooij, der seine erste Tour de France bestreitet, gewann am Mittwoch mit deutlichem Vorsprung vor dem Deutschen Max Kanter und dem Belgier Tim Merlier den Massensprint von Pau. Mehrere Sprinter wurden im Schlussspurt durch Zwischenfälle aufgehalten und konnten deshalb nicht mehr entscheidend eingreifen.

Der Norweger Torstein Träen, der in den letzten Kilometern ebenfalls Zeit verlor, aber in der Gruppe aller Favoriten ankam, verteidigte das Gelbe Trikot. Vor der ersten großen Bergetappe in den Pyrenäen liegt er weiterhin mit knapp acht Minuten Vorsprung vor den Favoriten der Gesamtwertung. Mit 14 Sekunden Rückstand fuhren Träen, Pogacar, Vingegaard und alle anderen Favoriten in einer gemeinsamen Gruppe hinter den Sprintern ins Ziel.

Für den 24-jährigen Kooij war es gleich bei seiner ersten Gelegenheit auf der „Grande Boucle“ ein voller Erfolg. Erst im vergangenen Winter war er vom Team Visma zu Decathlon CMA CGM gewechselt. Dabei stand seine Tour-Teilnahme lange auf der Kippe. Wegen einer Virusinfektion verpasste er den gesamten Saisonauftakt, während Teamkollege Paul Seixas mit starken Leistungen immer mehr in den Mittelpunkt rückte.

Kooij bekräftigt seine Nominierung

Noch im Mai deutete alles darauf hin, dass das Team seine Kräfte vollständig auf Seixas konzentrieren und Kooij nicht für die Tour nominieren würde, um den Franzosen im Kampf um eine möglichst gute Gesamtplatzierung optimal zu unterstützen.

Doch Kooijs starkes Comeback Ende Mai mit Siegen bei den Boucles de la Mayenne und der Belgien-Rundfahrt überzeugte die Teamleitung schließlich, ihn doch noch für die Tour zu berücksichtigen. „Das ist unglaublich. Nach einem so schwierigen Frühjahr wieder auf dieses Niveau zurückzukehren, ist einfach großartig“, sagte der Niederländer nach seinem bereits 51. Profisieg.

Der Renntag, der erneut von hohen Temperaturen geprägt war und für die Favoriten insgesamt ruhig verlief, wurde vor allem von der langen Soloflucht des Franzosen Baptiste Veistroffer bestimmt.

Kirsch springt im Finale die Kette ab

Der als „Wildschwein von Fouesnant“ bekannte, unermüdliche Ausreißer attackierte direkt bei Kilometer null und kämpfte sich allein über die Straßen des Départements Gers. Erst 14 Kilometer vor dem Ziel wurde er nach einer beeindruckenden 144 Kilometer langen Soloflucht vom Hauptfeld eingeholt.

Für Alex Kirsch und Cofidis verlief die Etappe nicht optimal. Es sollte der erste Versuch für die französische Mannschaft werden, Sprinter Milan Fretin in Position zu bringen. Doch schon sechs Kilometer vor dem Ziel gab es die erste Hiobsbotschaft: Kirsch sprang die Kette ab und fiel somit für den Sprintzug seines Teams aus.

Im Finale zeigte sich die Cofidis-Mannschaft dennoch sehr präsent und führte das Peloton Richtung Ziellinie an. Am Ende reichte es für Fretin jedoch nur für Platz acht.

Im Überblick

13. Tour de France, 5. Etappe: Lannemezan - Pau (158,3 km):
1. Olav Kooij (Niederlande/Decathlon-CMA CGM) 3:29:07 Stunden, 2. Max Kanter (Deutschland/XDS Astana), 3. Tim Merlier (Belgien/Soudal Quick-Step), 4. Huub Artz (Niederlande/Lotto Intermarché), 5. Jasper Philipsen (Belgien/Alpecin Premier Tech), 6. Biniam Girmay (Eritria/NSN Cyling), 7. Mads Pedersen (Dänemark/Lidl-Trek), 8. Milan Fretin (Belgien/Cofidis), 9. Anthony Turgis (Frankreich/TotalEnergies), 10. Sören Wärenskjold (Norwegen/Uno-X Mobility), ... 133. Alex Kirsch (Luxemburg/Cofidis) 2:11

Gesamtwertung nach 5 von 21 Etappen: 1. Torstein Träen (Norwegen/Uno-X Mobility) 16:32:07 Stunden, 2. Sean Quinn (USA/EF Education-EasyPost) 0:28 Minuten zurück, 3. Mathias Vacek (Tschechien/Lidl-Trek) 3:50, 4. Tadej Pogacar (Slowenien/UAE Team Emirates-XRG) 7:53, 5. Jonas Vingegaard (Dänemark/Visma-Lease a Bike) gleiche Zeit, 6. Ramses Debruyne (Belgien/Alpecin-Premier Tech) 8:06, 7. Remco Evenepoel (Belgien/Red Bull-Bora-hansgrohe) 8:16, 8. Isaac del Toro (Italien/UAE Team Emirates-XRG) 8:17, 9. Juan Ayuso (Spanien/Lidl-Trek) 8:20, 10. Paul Seixas (Frankfreich/Decathlon-CMA CGM) 8:41, ... 128. Kirsch 52:37

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