Volkswirtschaft
Inflationsrate geht etwas zurück – Energiepreise noch immer auf Rekordniveau
Die Statistikbehörde Statec hat den neuesten Bericht zur Inflation veröffentlicht. Die galoppierte im Mai mit 2,3 Prozent nicht ganz so schnell wie im April. Der (etwas) niedrigere Wert geht vor allem auf leichte Preisrückgänge bei den ohnehin hohen Energiepreisen zurück.
Einmal volltanken, bitte? Das werden die Heizöllieferanten in Luxemburg in jüngster Zeit möglicherweise seltener gehört haben Archivfoto: Editpress/Vincent Lescaut/L'essentiel
Die Inflation verliert etwas an Moment: Statec verzeichnet für Mai eine leicht geringere Rate als für April. Während im Vormonat im Jahresvergleich noch ein Plus von 3,1 Prozent unterm Strich stand, landet der Wert im Mai bei 2,3 Prozent. Grund sind Preisrückgänge vorwiegend in dem Sektor, der die Inflation in den vergangenen Monaten besonders angetrieben hat – jener der Energie.
Energiepreise gehen leicht zurück
Die Energiepreise sind – im Monatsvergleich – im Mai um 2,5 Prozent gesunken, berichtet die Statistikbehörde. Zurückzuführen sei das größtenteils auf die Heizölpreise. Diese schrumpften gegenüber April um ganze 10,7 Prozent. Hoch ist das Niveau aber dennoch. Gegenüber dem Mai 2025 liegt das Aggregat rund um Heizöl, Benzin und Co. bei einem Plus von immer noch 16,1 Prozent.
Und gerade Haushalte mit Ölheizung werden die zehnprozentige Verbilligung wohl nur mit einem Achselzucken zur Kenntnis nehmen. Der Preis für einen Liter Mazout lag am Mittwoch bei 1,216 Euro. Er ist damit zwar ein gutes Stück von den jüngsten Rekordwerten entfernt – am 9. April lag er bei 1,649 Euro –, aber auch vom Niveau vor einem Jahr (4. Juni 2025: 0,812 Euro). Der statistische Preisanstieg beträgt beim Heizöl auch laut Statec gegenüber dem Mai 2025 ganze 62,9 Prozent. Auch die Preise an der Tankstelle sind im Jahresvergleich noch 29,2 Prozent im Plus.
Heizöl 63 Prozent teurer als vor einem Jahr
Bei den Lebensmitteln geht es etwas langsamer zu. Insgesamt sind diese um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr verteuert. Den größten Sprung machte Fruchtgemüse – also Gurken, Melonen, Paprika und Tomaten – mit einem Plus von 11,5 Prozent im Jahresvergleich, Schokolade (+7,9 Prozent) und Kaffee (+6,3 Prozent). Die Preise für Getreide und Speiseeis sind dagegen zurückgegangen.
Der Index hat die Auslöseschwelle von 1038,79 Punkten im Mai bekanntlich überschritten und liegt bei einem Wert von 1041,35 Punkten. Mit dem Juni-Gehalt bekommen die Luxemburger Arbeitnehmer 2,5 Prozent mehr Lohn. Statec und die Indexkommission hatten das bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt. Die nächste Tranche fällt, wenn der Index die Schwelle von 1064,75 Punkten übersteigt.